Feuerwehr-Rapport
Wiener Neustadt meldet 1.500 Einsätze – und ist 2. in Österreich
- Ehrenzuges der Feuerwehr, der über den Babenbergerring in die Fahrzeughalle einmarschierte.
- Foto: Presseteam FF Wr. Neustadt
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Der Frühjahrshauptrapport der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt fand am Samstagvormittag, dem 16. Mai 2026, statt.
WIENER NEUSTADT. (Red.) Aufgrund des unbeständigen Wetters wurde heuer von einem Marsch auf den Hauptplatz und einer Abhaltung unter freiem Himmel abgesehen. Stattdessen wurde der Festakt in würdigem Rahmen in der Fahrzeughalle der Feuerwehr abgehalten.
- Ehrengäste: Bürgermeister Klaus Schneeberger und Blaulichtstadtrat Franz Piribauer.
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Eröffnet wurde der Hauptrapport mit dem Einmarsch des Ehrenzuges der Feuerwehr, der über den Babenbergerring in die Fahrzeughalle einmarschierte. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch die Eisenbahner-Feuerwehrmusik Flugrad, die dem Festakt wie in den vergangenen Jahren auch 2026 wieder einen feierlichen Rahmen verlieh.
Unter den Ehrengästen durfte die Feuerwehr Wiener Neustadt Bürgermeister Klaus Schneeberger, den für das Blaulichtwesen zuständigen Stadtrat Franz Piribauer sowie Bezirksfeuerwehrkommandant Landesfeuerwehrrat Karl-Heinz Greiner begrüßen. Ebenso wohnten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, des Feuerwehrwesens, der Einsatzorganisationen, der Partnerorganisationen sowie Angehörige und Freunde der Feuerwehr dem Frühjahrshauptrapport bei. Der Gemeinderat der Statutarstadt war nahezu vollständig anwesend: "Ein schönes Zeichen", freut sich Wiener Neustadts Branddirektor Christian Pfeiffer.
Tägliche Anforderungen
Im Mittelpunkt der Ansprache von Feuerwehrkommandant BD BR Christian Pfeiffer standen die Bedeutung einer leistungsfähigen Feuerwehr für eine wachsende Stadt sowie die Herausforderungen, denen sich die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt laufend stellen muss. Pfeiffer spannte dabei den Bogen von internationalen Krisen und Katastrophen bis hin zu den täglichen Anforderungen in Wiener Neustadt. Besonders deutlich machte er dies anhand der Einsatzzahlen des vergangenen Jahres:
„Insgesamt rückte die Feuerwehr Wiener Neustadt im Jahr 2025 zu insgesamt 1.500 Einsätzen aus, von denen 445 Einsätze Brandereignisse betrafen. Dies ergibt einen Durchschnitt von vier bis fünf Einsätzen täglich. Wenn man diese Zahlen betrachtet, muss man auf eine verständnisvolle Familie, und noch mehr auf einen verständnisvollen Chef hoffen. All dies macht uns österreichweit, gleich hinter der Freiwilligen Feuerwehr Wels, zur zweitmeistbeschäftigten Freiwilligen Feuerwehr Österreichs.“
Nicht eingerechnet seien dabei, so Pfeiffer weiter, 365 Nachtbereitschaften, rund 20 Sonn- und Feiertagsbereitschaften, 60 jährliche Übungen, mehrere Fahrzeugbeistellungen sowie zahlreiche Ausbildungsstunden. Gleichzeitig sprach der Kommandant eine zentrale Sorge offen an: Während die Stadt mit durchschnittlich 750 Menschen jährlich wächst und die Anforderungen an die Feuerwehr steigen, bleibt die Zahl der Feuerwehrmitglieder seit Jahrzehnten weitgehend konstant.
„Um den kontinuierlich steigenden Anforderungen weiter gewachsen zu sein, müssen wir uns über die Möglichkeiten einer Steigerung des Ehrenamtes sowie der Anpassung des Hauptamtes unbedingt Gedanken machen. Die Wichtigkeit einer angepassten Feuerwehr darf niemals unterschätzt werden, erstens für die Sicherheit unserer Bevölkerung und zweitens für die ansässige Wirtschaft, damit im Notfall der Erhalt von Produktion und Arbeitsplätzen gewährleistet ist.“
Auch Bürgermeister Klaus Schneeberger würdigte in seiner Festrede das Engagement der Ehrenamtlichen. Er hob die steigenden Herausforderungen für die Stadtfeuerwehr hervor und betonte, dass die in Wiener Neustadt zu erfahrende Sicherheit in einer solch wachsenden Stadt nicht selbstverständlich sei. Gleichzeitig appellierte er an die Bevölkerung, das Ehrenamt zu unterstützen und die Bedeutung freiwilliger Einsatzorganisationen stärker wahrzunehmen.
Bezirksfeuerwehrkommandant LFR Karl-Heinz Greiner betonte die gute Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren des Bezirkes und der Stadt Wiener Neustadt. Er hob hervor, dass gerade im Einsatzfall ein funktionierendes Miteinander entscheidend sei, und brachte diesen Gedanken mit den Worten „Stadt und Land, miteinand“ auf den Punkt.
Angelobungen
Ein wesentlicher Bestandteil des Frühjahrshauptrapports waren auch heuer wieder die Angelobungen, Beförderungen, Auszeichnungen und Ehrungen verdienter Feuerwehrmitglieder sowie verdienter Partner der Feuerwehr.
In den Aktivdienst angelobt wurden JFM Florian Spitzer, JFM Simon Michalitz, Thomas Schmidt, JFM Alexander Hütter, JFM Leonie Klass und JFM Marc Leon Nagy, Mario Parzer, Freya Ragnar, Franziska Stummer und Dr. Ulrike Mock.
Zum Feuerwehrmann wurden PFM Mario Parzer, PFM Freya Ragnar, PFM Franziska Stummer, PFM Dr. Ulrike Mock, PFM Samira Elisa Kalian und PFM Florian Hasslinger befördert. Zum Oberfeuerwehrmann wurden FM David Gütl und FM Jakob Legat befördert. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde OFM Özberk Tezcan befördert.
Verdienstmedaillen
Die Verdienstmedaille 3. Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes wurde an BI Florian Kandelsdorfer verliehen. Das Verdienstzeichen 3. Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes erhielten Oberst Thomas Holzbauer von der Theresia Nischen Militärakademie, Kontrollinspektor Gerald Hausleber von der Polizeiinspektion Flugfeld, Gruppenrettungskommandant Martin Mondik vom Arbeiter Samariterbund sowie die Wiener Neustdter Feuerwehrmitglieder OLM Mario Henschel und LM Gilbert Ader.
Für den Auslandseinsatz Montenegro 2025 wurde LM Manuel Eckenfellner mit dem Katastrophenverdienstzeichen des ÖBFV ausgezeichnet. Die Katastropheneinsatzmedaille des NÖ Landesfeuerwehrverbandes für den Hochwassereinsatz 2024 erhielten FJUR Mag. Rainer Fradinger, ASB Christian Fenz, EHLM Jürgen Richter, OLM Ing. Mathias Krapp, LM Georg Dolenetz, LM Daniel Schicho, HFM Michael Aufreiter, OFM Patrick Stampfl, FM Lukas Bartl, FM Alexander Blüml, FM Zeno Rumi und FM Ronald Vogel.
Die silberne Stadtwappennadel wurde an ASB Christian Fenz, OLM Thomas Christ und LM Archim Strobel verliehen. Das Ehrenzeichen für 25-jährige verdienstvolle Tätigkeit auf dem Gebiet des Feuerwehr- und Rettungswesens erhielten HFM Manuel Bugnar und LM Daniel Schicho. Für 40-jährige verdienstvolle Tätigkeit wurden EHLM Jürgen Richter und EHLM Franz Windbichler ausgezeichnet. Das Ehrenzeichen für 50-jährige verdienstvolle Tätigkeit erhielten OLM Christian Höne und LM Gerhard Henschel sen.
Eine Urkunde für Dank und Anerkennung anlässlich des Ausscheidens aus dem aktiven Feuerwehrdienst wurde LM Josef Scheibenreif überreicht.
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