Gefangen im Sommerloch
Wenn Existenzangst die weibliche Intuition blockiert
- hochgeladen von Alexandra Glander
Während gefühlt alle die Zehen in den Sand stecken, Eis essen und das süße Nichtstun genießen, sitzen viele selbstständige Frauen und Unternehmerinnen im Sommer vor ihren Zahlen und spüren eine ganz andere Temperatur: eiskalten Druck.
Die Kundenanfragen sind zurückgegangen, zugesagte Aufträge verzögern sich, Sommer-Angebote werden nicht gebucht, das Konto spielt aktuell auf Ebbe, aber die laufenden Kosten machen auf Flut.
Jede selbstständige Frau kennt es:
das berühmt-berüchtigte Sommerloch.
Wenn im stillen Kämmerlein nackte Existenzangst den Ton angibt
Nach außen hin wird natürlich trotz allem das professionelle Pokerface gewahrt. Man will sich ja keiner Blöße geben, keine Schwäche zeigen oder – Gott bewahre – potenzielle Kunden verschrecken, indem man ehrlich zugibt, dass es gerade nicht so sommerlich lau ist.
Doch im Hintergrund läuft ein ganz anderes Programm:
Sobald Verkäufe stagnieren, Kunden ausbleiben und die Umsatzzahlen in den Keller stürzen, schaltet Frau in den Überlebensmodus. Und in diesem Modus schreit die innere Antreiberin: „Wir müssen doch was tun!“
Deshalb werden tage- und nächtelang neue Ideen gewälzt, bisher funktionierende Strategien über den Haufen geworfen und „Special-Summer-Deals“ rausgehauen.
Frau versucht, das Business mit purer Muskelkraft und Disziplin zu retten, und bemerkt dabei nicht, dass sie nur mehr von blindem, panischem Aktionismus angetrieben wird.
Mangel und Angst killen den Magnetismus im Business
Wer im Sommer ums Überleben kämpft, nimmt nur noch wahr, was laut ist: die Angst und den Mangel. Für feine Impulse, Kreativität und Intuition bleibt kaum noch Raum.
Das Problem dabei ist:
Wenn Frau nur mehr funktioniert wie eine Maschine und sich nur noch an Leistung, Zahlen und Vernunft orientiert, verliert sie im Außen ihre magnetische Anziehungskraft und im Innen den Zugang zu ihrer weiblichen Intuition.
Während Frau also nach außen hin immer noch ihr Bestes gibt und gleichzeitig im Innersten darum kämpft, dass doch jetzt endlich etwas greift, um aus dem Sommerloch zu springen wie eine grazile Gazelle, schaltet der Überlebensmodus in den nächsten Gang – und was ohnehin schon laut war, wird noch lauter.
Eine gute und eine schlechte Nachricht
Die gute Nachricht zuerst:
Ein geschäftliches Sommerloch ist keine persönliche Bankrotterklärung, sondern eine rhythmische Phase im Unternehmerinnentum.
Die schlechte Nachricht lautet:
Wenn du ständig von der Existenzangst angetrieben und aus deinem Mangelgefühl heraus initiierst, blockierst du deine weibliche Intuition und kappst deine magnetische Anziehungskraft – und darauf reagiert der Markt, reagieren deine Kundinnen und Kunden unbewusst mit Ablehnung und Schweigen.
Mein Tipp an diesem sommerlichen Sonntag
🔶 Stoppe sofort das panische Tun, stattdessen festige dein inneres Fundament.
🔶 Löse dich von der Identifikation mit deinen aktuellen Kundenzahlen oder deinem Kontostand und gönn dir für ein paar Tage eine echte Auszeit.
Wenn du bewusst den Druck rausnimmst und für eine Weile nicht auf die lauten Stimmen der Existenzangst und des Mangels hörst, gewinnt deine weibliche Intuition an Kraft und du kreierst plötzlich wieder kreative und magnetische Angebote.
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