18.10.2016, 13:42 Uhr

Rotschopf schwimmt allen davon

Erst vor einer Woche wurde Karin Vogt von Sportstadtrat Udo Landbauer (l.) und Bürgermeister Klaus Schneeberger für ihre Leistungen geehrt. (Foto: Magistrat WRN)

Karin Vogt - die spannende Geschichte einer Wiener Neustädterin, die seit 50 Jahren auch im nassen Element zuhause ist.

Mit 61 Jahren, da hört eine erfolgreiche Sportlerlaufbahn noch lange nicht auf. Karin Vogt ist eine echte Wasserratte.
Ende der 60er/ Anfang der 70er-Jahre war sie mit beteiligt am Aufschwung des Wiener Neustädter Schwimmsports. Zuerst wurde noch im Hallenbad in Mödling trainiert, dann schon im Schulbad des BORG, im Hallenbad an der Grazer Straße, im Ungar- und im Akademiebad.
Karin (damals noch mit ihrem Mädchen-Familiennamen Heim) hamsterte NÖ-Titeln und schwamm regelmäßig ins Finale bei österreichischen Meisterschaften - doch den Weg zur absolute Weltspitze fand sie erst nach Beendigung ihrer "Jugendlaufbahn".
Nach Matura am Schwimmgymnasium (unter Direktor Emanuel Bialonczyk, der heuer 100 wurde!) und staatlicher Trainerausbildung kam erst einmal die Familie dran. Heirat mit Kinderarzt Raimund Vogt. "Erst durch meine drei Kinder bin ich wieder zum Schwimmsport gelangt", so ihr Erinnerung an die 80er-Jahre, in denen auch Sohn Dominik Juniorenstaatsmeister wurde.
1999 dann ihre ersten österreichischen "Masters" - die Meisterschaften für "Senioren". Seither hat sie keine mehr ausgelassen und sammelt Edelmetall wie andere Briefmarken.
"Ich glaub', dass ich jetzt ehrgeiziger bin als früher", lächelt Vogt, und ihr Trainingspensum ist auch wirklich gewaltig: fünf mal in der Woche Wassertraining mit rund 2,5 Kilometer pro Einheit, plus Krafttraining!
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: fünf Mal Gold bei den letzten österreichischen Masters und 2015 sogar eine Bronzemedaille über 100 Meter Brust bei den Weltmeisterschaften in Kazan (RUS).
Ihr Rekord über diese Distanz: 1 min 35 sec. - ans Aufhören denkt sie nicht: "Ich möchte meine Leistung möglichst lange auf diesem Niveau halten."

Ist jungen Menschen der Schwimmsport zu empfehlen?
"Es ist eine der gesündesten Sportarten, praktisch ohne Verletzungsgefahr und nicht sehr kostenintensiv. Dafür aber sehr trainingsintensiv. In der Aqua Nova finden die Sportler die besten Voraussetzungen."

Eine letzte Frage, die dem Reporter keine Ruhe lässt: Warum der rot- oder manchmal pinkgefärbte Haarschopf, der längst zum Markenzeichen wurde?
"Ich liebe farbenfrohe Sachen, in den Anfängen war es modern, jetzt gefalle ich mir ohne gar nicht mehr. Außerdem bin ich so im Bad auch für Neulinge gleich zu erkennen."

Infos unter www.schwimmgemeinschaft.at
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.