03.01.2018, 16:03 Uhr

Strategien gegen den Klimawandel im Lavanttal

Angeregt von Herbert Katz beschäftigten sich die Schüler der 4AHW der HLW Wolfsberg mit dem Thema Klimawandel (Foto: KK)

Schüler der HLW Wolfsberg befragten Lavanttaler Experten über die Folgen des Klimawandels.

WOLFSBERG (tef). "Klimawandelanpassungsregionen (KLAR!)" – hinter dem Wortungetüm haben sich 23 Österreichische Regionen versammelt, um Strategien im Umgang mit dem nicht mehr wegzudiskutierenden Klimawandel zu entwickeln. Initiiert und gefördert werden die Projekte vom "Klimafonds Österreich". Eines der Projekte ist das "Klimaparadies Lavanttal", das Günther Rampitsch und Stephan Stückler federführend koordinieren. Auf die Spuren der konkreten Auswirkungen der klimatischen Veränderungen im Lavanttal haben sich Schüler der 4AHW der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW) gemeinsam mit ihrem Lehrer Herbert Katz gemacht.

Interesse ist groß

"Das Thema hat uns sofort interessiert, weil es ja vor allem unsere Generation betrifft", erzählt Hannah Wuggenig (18) aus Wolfsberg. Ähnlich argumentiert auch ihre Schulkollegin Selina Senft (17). Wie stark der Klimawandel das Lavanttal mittlerweile verändert, wurde den Schülern während der Recherchen für einen kurzen Film zu diesem Thema bewusst, den sie vor Kurzem in der Bücherei des Schulzentrums gezeigt haben. Experten aus den unterschiedlichsten Branchen zeichnen in dem Beitrag ein durchaus differenziertes Bild von den Risiken und Chancen der Klimaänderung. "Wir reagieren auf die erhöhten Temperaturen mit verstärkter künstlicher Beschneiung im Winter und der Ausweitung des touristischen Angebotes im Sommer", erklärt etwa der Geschäftsführer Heinz Worofka die Strategie des Skigebietes auf der Koralpe.

Kein endgültiges Urteil

Unterschiedlich bewertet auch Siegfried Quendler vom Obst- und Weinbauzentrum den Klimawandel: "Schäden durch Fröste im Spätfrühling stehen längere Vegetationszeiten im Herbst gegenüber. Das ist durchaus ein Vorteil für die Qualität der Weine". Unter anderem erfährt man in dem Film, der ab sofort auch im Internet zu sehen ist, auch, dass der Klimawandel dem "Brotbaum" heimischer Forstwirte, der Fichte, erheblich zusetzt.

Zur Sache:
Die Veränderungen durch den Klimawandel treffen die Wirtschaft im Lavanttal in unterschiedlicher Weise:
Forstwirtschaft: Der "Brotbaum" Nummer eins im Bezirk Wolfsberg, die Fichte, bekommt vor allem in den Tallagen zunehmend Probleme; Aufforstungen vor allem mit Laubbäumen werden immer wichtiger.
Wintertourismus: Immer öfter schneit es im Winter zu wenig. Die finanziell aufwendige künstliche Schneeerzeugung wird immer wichtiger. Mit attraktiven Angeboten im Sommer wollen die Tourismusregionen gegensteuern.
Wein- und Obstbau: Auf verfrühten Frühlingsbeginn folgen oft Spätfröste mit Schäden an Kulturpflanzen. Die verlängerte Vegetationsperiode im Herbst wirkt sich positiv auf die Qualität der Produkte aus.
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