03.10.2016, 12:17 Uhr

"Das kann nicht alles sein"

Esther Hörl mit Sohn Benjamin auf dem Tisch, auf dem sonst ihre Lernenden Platz nehmen dürfen.

Pionierin Esther Hörl will auch "skeptische Waldviertler" von der Grinberg-Methode überzeugen.

GROSS GERUNGS (bt). Bisher ist die Grinberg-Methode nur wenigen ein Begriff und vor allem im Waldviertel großteils unbekannt. Und das, obwohl sie im Bezirk Zwettl, genauer in Groß Gerungs, seit einigen Monaten praktiziert wird. Von Esther Hörl, einer "zua-groasten" Wienerin, die ihrem Mann Jonathan in dessen Heimat folgte. Nächstes Jahr wird ein Holzhäuschen in Harruck gebaut, wo Hörl dann auch arbeiten will.


Unterbewusste Gewohnheiten

"Ich trainiere das Körperbewusstsein von Menschen, sodass sie gesundheitsbeeinträchtigende und lebensfeindliche Gewohnheiten erkennen und stoppen lernen können", erklärt sie die Methode, die vom Israeli Avi Grinberg entwickelt wurde. "Das erreiche ich durch Berührung und Instruktionen, die die Aufmerksamkeit so lenken, dass der Lernende Anspannung oder Aufgestautes loslassen kann und spürt, wie er an der Entstehung von Beschwerden beteiligt ist." Die Anwendungspalette reicht von Migräne, Verdauungsbeschwerden, Verspannungen und Schmerzen über psychosomatische Beschwerden bis hin zu Stimmungsschwankungen und Lustlosigkeit.


Extra-Anstrengungen stoppen

Die Grinberg-Methode lässt am eigenen Körper erfahren, wo durch sogenannte Extra-Anstrengungen Energie verschwendet wird. "Extra-Anstrengung heißt, mehr Anstrengung als ich für eine Tätigkeit eigentlich brauche. Etwa schlafen mit gerunzelter Stirn." Die Energie, die zuvor verschwendet wurde, kann nun als Heil-Energie genau dort hinfließen, wo der Körper sie gerade braucht. Schmerzen können so verschwinden, erklärt Hörl und betont, dass es sich dabei nicht um Hokuspokus handelt.

Hoffnung auf Treue

Ziel der Sitzungen, bei denen die Praktikerin auf Gespräche in Kombination mit Techniken am Körper setzt, ist die Veränderung von dem, was die Lebensqualität beeinträchtigt. Vor etwa zehn Jahren dachte Esther Hörl während eines fordernden Lebensabschnitts: "Das kann nicht alles sein!" Durch einen Bekannten stieß sie auf die Grinberg-Methode. "Der Unterschied in der Lebensqualität ist unbeschreiblich." Einmal Blut geleckt, nahm sie selbst die fünfjährige Ausbildung auf sich und will nun auch "misstrauische Waldviertler" überzeugen. "Ich habe gehört, die Waldviertler brauchen ein bisschen, aber wenn sie etwas gut finden, dann bleiben sie treu."

Zur Sache:

Eine Sitzungsstunde bei Esther Hörl kostet 60 Euro. Zum Kennenlernen bietet sie kostenlose Schnuppereinheiten an. Kontakt: 0650/6095696, Groß Gerungs, Hauptplatz 37, Studio 2
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