10.04.2016, 11:16 Uhr

Rückblick auf ein erfülltes Leben

Das Foto (2013) zeigt Willy Wenger mit seiner Frau Wilma, mit der er 60 Jahre verheiratet ist. (Foto: KK)

Willy Wenger, in einigen Tagen 90 Jahre alt, kannte nie Langeweile.

Willy Wenger wurde am 6. Mai 1926 in Anger bei Weiz geboren, verbrachte aber große Teile seiner Kindheit in der Obersteiermark, in Leoben und Bruck an der Mur. Nach der Volksschule und drei Jahren Gymnasium in Leoben besuchte er die restlichen Gymnasiumklassen bis zum Abschluss der Matura in Marburg an der Drau. Schon immer ein begeisterter Sportler, trat er dem Deutschen Turnverein Jahn bei. Bewegung ist Willy Wengers zweiter Vorname.

Der Traum vom Fliegen
1943 wurde seine ganze Schulklasse als Luftwaffenhelfer zur Deutschen Luftwaffe eingezogen, im Frühjahr 1944 leistete er in Militsch (Schlesien) seinen dreimonatigen Pflichtarbeitsdienst. Am 1. Juli 1944 wurde er als Fahnenjunker in die Luftkriegsschule in Oschatz (Sachsen) einbezogen, nach der Rekrutenzeit trat er in die Pilotenschule ein. Leider blieb seine Leidenschaft Fliegen nur ein Traum, denn aus Treibgstoffmangel kam es nie zur praktischen Pilotenausbildung.

Trotzdem oft über den Wolken
Doch auch so sah Willy Wenger sehr viel von der Welt, denn nach dem Krieg machte es die neue Hotelfachschule in Bad Gleichenberg möglich, die er besuchte, dass er erste Berufserfahrungen in schweizer und italienischen Hotels sammelte. Auch kam es oft zu privaten Gesprächen mit vielen Prominenten. Sei es als Chef de réception oder später als Hoteldirektor. Er leitete Hotels in Tunesien, Kenia, den Schweizer Safari Club in Mombasa im Indischen Ozean oder Hotels in Österreich. Diese Stellen als Hoteldirektor haben Willy Wenger durch den Umgang mit Menschen aller Rassen und Religionen verändert, reifer aber auch toleranter gemacht.
Und diese seine Lebenserfahrung hat Willy Wenger nun in einem Buch niedergeschrieben – man sieht – auch mit 90 Jahren hält dieser Mann nichts vom Ausruhen.
"Mein Leben war wirklich sehr abwechslungsreich und ich habe viel erlebt. Wenn ich alles aufzähle, so glaubt man mir ohnehin aller Wahrscheinlichkeit kaum die Hälfte, aber es war alles tatsächlich so."
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