30.05.2016, 09:50 Uhr

Altehrwürdige Kirchenfahne zieht wieder um...

Otto Handler, Heidi Kreuzer und Hermann Beter (v. l.) mit der Jugendfahne, die am 29. Mai feierlich gesegnet und damit wieder in den Dienst der Kirche gestellt wird.
Muttergottes und Schutzengel begleiteten die Prozession



In der Bergpfarre Glashütten freut man sich darüber, dass zu Fronleichnam die Jugendfahne wieder beim Umgang mitgetragen werden konnte. Sorgfältig restauriert, wird das Relikt weiterhin ein Bestandteil des kirchlichen Lebens im Ort bleiben.

(jf). Bei der umfassenden Kirchenrenovierung 2003 wurden oberhalb der Sakristei drei alte Kirchenfahnen entdeckt. Die Marien-, die Burschen- und die Jugendfahne befanden sich in gar keinem guten Zustand. Mit Hilfe einer Haussammlung wurde die Marienfahne restauriert. Nun hat auch die Jugendfahne, die Darstellungen von der Muttergottes und einem Schutzengel zeigt, ihr ursprüngliches Erscheinungsbild wieder erlangt. Möglich gemacht wurde das durch das Schülertreffen 2015. Die ehemaligen Schülerinnen und Schüler haben für das Vorhaben großzügig gespendet. „Wir wollten damit ein Zeichen als Andenken an die in Glashütten verbrachte Schulzeit setzen“, schildert Initiatorin Heidi Kreuzer.
Am Sonntag, dem 29. Mai 2016, sollte die altehrwürdige Kirchenfahne also nach längerer Zeit wieder einmal der Wind in Gottes Schöpfung umwehen. Und war bei der Fronleichnamsprozession, verbunden mit dem Wettersegen. Zuvor fand in der Pfarrkirche „Maria im Gebirge“ ein Festgottesdienst statt. Dabei wurde die erneuerte Kirchenfahne von Pfarrer Dr. Franz Ehgartner gesegnet. Der Musikverein Osterwitz hat die Messe umrahmt und auch beim anschließenden Umgang mitgewirkt. Der Prozession zu den insgesamt vier Stationen haben sich mit dem Kameradschaftsbund und der Feuerwehr auch die örtlichen Vereine angeschlossen.

„Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib!“


In der Kirche steht übrigens auch eine Glasmachermadonna aus Holz, die an die wirtschaftliche Bedeutung der einstigen Glaserzeugung in dieser Region erinnert. „Sie war 1988 auch bei der Landesausstellung ‚Glas und Kohle’ in Bärnbach zu sehen“, weiß Heidi Kreuzer zu berichten. Laut Überlieferung wurde die Muttergottesstatue im Jahr 1670 gefertigt. Bis zum Bau des jetzigen Gotteshauses „Maria im Gebirge“, 1770, soll sie ihren Platz in einem Holzkirchlein der Glasarbeiter in Glashütten gehabt haben.
Detail am Rande: Auf der noch unrestaurierten Burschenfahne finden sich Bildnisse der Heiligen Aloisius und Stanislaus.

Fotos: Josef Fürbass
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