16.03.2016, 07:23 Uhr

Das Doppel-Leben der Rotjacken

Pendeln zwischen Schule, Praktikum und Fußballplatz: GAK-Spieler Richard Wemmer tanzt mit 35 noch auf vielen Hochzeiten. (Foto: GEPA)

Work hard, play hard: Viele GAK-Kicker stehen nicht nur am Platz, sondern bereits fest im Arbeitsleben.

Über vier Monate zu warten ist genug: Ab kommendem Wochenende rollt der Fußball endlich wieder durch das steirische Unterhaus. In der Unterliga Mitte könnte dabei ein heißes Frühjahr auf dem Programm stehen. Tabellenführer GAK und seine Verfolger Feldkirchen und Eggersdorf liegen innerhalb von nur zwei Punkten beisammen.
Los geht es für die "Reds" nach der langen Pause am Samstag (15 Uhr) in Gössendorf. Doch halt, von welcher Pause ist hier eigentlich die Rede?

Der Spaß überwiegt

"Ein Großteil der Mannschaft ist nebenher berufstätig oder steht in einem Ausbildungsverhältnis", fasst Philip Fürstaller zusammen. Der Verteidiger hat mittlerweile sein BWL-Studium beendet und heuerte vor Kurzem als Verkaufs-Mitarbeiter bei der WOCHE an. "Normal arbeiten" und nebenher bei einem ambitionierten Traditionsverein kicken – stellt das eine Belastungsprobe dar? "Natürlich kann das zwischendurch sehr anstrengend sein. Man arbeitet bis 17 Uhr, holt seine Sportsachen und fährt zum Training. Aber so lange der Spaß überwiegt, macht man das gerne."

Freizeit ist Mangelware

Fürstaller steht mit der Doppelbelastung bei Weitem nicht alleine da. Egal, ob Gerald Säumel (Rechtspraktikant), Marco Allmannsdorfer (Bankangestellter), Florian Stadler (Sachbearbeiter bei der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft), Dominik Messner (Berufsanwärter Wirtschaftstreuhänder) oder Laurenz Sacher, Ali Ivanescu und Stefan Kammerhofer (Ausbildung zum Lehrer): Sie alle verbringen einen Gutteil ihrer Freizeit am Fußballplatz. Mit Richard Wemmer findet sich zudem ein Routinier im Kader, der weiß, wie beinhart eine Kombination aus Job und Fußball sein kann.
"In Gratkorn hab ich Vollzeit gearbeitet und nebenbei zweite Bundesliga gespielt. Da war ich schon öfter kaputt. Der Traum, Profi zu werden, hat mich aber immer angetrieben."

Den Titel im Visier

Seit zwei Jahren befindet sich der 35-Jährige, dessen Kreuzbandverletzung ausgeheilt ist, in einer Ausbildung zum Diplom-Krankenpfleger. "Man muss auch an die Zeit danach denken, jetzt zählt aber nur das Unternehmen Aufstieg!"

Christoph Hofer
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