07.08.2016, 10:35 Uhr

Zwar keine Rebellen, aber bestimmt nicht müde

Die Jugendzentren Hartberg und Fürstenfeld sind beliebte Treffpunkte für die regionale Jugend.

Besser als ihr Ruf und sicher nicht orientierungslos – dieses Bild entwirft eine groß angelegte Umfrage unter der "Jugend von heute".

Wie verbringt der durchschnittliche österreichische Jugendliche zwischen 14 und 29 Jahren seinen Tag? Dieser Frage ist das Marktforschungsunternehmen Marketagent.com gemeinsam mit der Event- und Jugendmarketingagentur DocLX auf den Grund gegangen. Insgesamt 1.763 sogenannte "Millenials" wurden dazu zu ihrem Tagesablauf befragt. Das Ergebnis: Die Jugend von heute ist bei weitem keine Rebellengeneration und folgt einem geregelten Alltag.
Das bestätigen auch die drei Mitarbeiteiter der Jugendarbeit Hartberg Nicole Hartinger, Elisabeth Scheibelhofer und Bernd Laschet, die sogar von einer allgemein spürbaren Grundresignation sprechen. Diese beträfe aber nicht allein die Jugend, sondern sei ein generelles gesellschaftliches Phänomen.

Gesunde Frühaufsteher

Schon in jungen Jahren wird Wert auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance gelegt. "Die etwa zwischen 1980 und 1999 Geborenen gehen bewusst mit ihrer Zeit um und sind weitgehend zufrieden", fasst Marketagent.com-Geschäftsführer Thomas Schwabl zusammen.
Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind keine Langschläfer. Unter der Woche beginnt der Tag um 6.30 Uhr, am Wochenende im Schnitt um 9.30 Uhr. Nur zwei Drittel der Youngsters frühstücken, während 86,3 Prozent nicht auf das Mittag- oder Abendessen verzichten können. Fertiggerichte und Fast food werden dabei weit seltener konsumiert als vielleicht angenommen, und zwar von knapp 15 Prozent der Befragten.
Sechs bis acht Stunden pro Tag werden durchschnittlich für den Job oder die Ausbildung aufgewendet. Sport stehe bei den Jugendlichen jedoch nicht allzu hoch im Kurs, vor allem die 14- bis 19-Jährigen sind bekennende Bewegungsmuffel.
Der Aussage, dass die Jugned ihre Freizeit lieber in Cafés und Bars, statt an der frischen Luft verbringt widersprechen die Jugendarbeiter. "Vor allem im Sommer trifft sich die Jugend vermehrt in Parks, im Schwimmbad oder auf Sportplätzen", so Peter Frühwald und Alexandra Lafer von der Jugendarbeit Fürstenfeld.

Jugend im Netz

Ein gut funktionierendes Freundschaftsumfeld sei für die Jugend von heute besonders wichtig. Hier spielen soziale Netzwerke und Smartphones eine bedeutende Rolle. Dieses wird im Schnitt zwei Stunden pro Tag beansprucht, allerdings weniger zum Telefonieren als zum Chatten: Bis zu 81 Kurznachrichten werden da pro Tag getippt und verschickt.
Der Tag endet im Schnitt um 23 Uhr und wird für knapp 40 Prozent mit einem Gute Nacht-Bussi "beschlossen", und das ganz real und nicht am Handy.
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