08.08.2016, 11:36 Uhr

Pendlerinitiative gegen Erhöhung der Mineralölsteuer

Entschieden gegen Dieselpreiserhöhung, Pendlerobmann Franz Gosch (Foto: KK)
Im Kampf gegen den Klimawandel hat die EU-Kommission erstmals nationale Ziele bis 2030 vorgegeben - Österreich soll demnach den Schadstoffausstoß um 36 Prozent senken. Diese Vorgaben sind umstritten und würden vor allen die Autofahrer und Pendler treffen, so der Obmann der Pendlerinitiative und steirischer AK Vizepräsident Franz Gosch.
Auf Bundesebene wird wegen der EU Vorgaben bereits über höhere Steuern auf Diesel und Heizöl nachgedacht, um die Konsumenten so zu einem klimafreundlicheren Verhalten zu motivieren. Bei den Pendlern stößt dies auf klare Ablehnung: „Für uns ist es unverständlich, dass man gerade jene Menschen, die einen weiten Weg zur Arbeit haben, nämlich die Pendler, jetzt bestraft und zur Kasse bittet. Das ist für uns völlig inakzeptabel", sagt Franz Gosch, Obmann der Pendlerinitiative und weist darauf hin, dass PKW Pendler vorwiegend mit Dieselfahrzeugen unterwegs sind.
„Jede Kostenerhöhung für den Weg zur Arbeit bedeutet für den Pendler einen erheblichen Nettoeinkommensverlust", so Gosch, der darauf hinweist, dass Dieselfahrzeuge derzeit ohnehin eine günstigere CO2 Bilanz aufweisen als benzinbetriebene Fahrzeuge. Eine Erhöhung der Mineralölsteuer auf Diesel würde die Umweltbilanz nicht verbessern, sondern wäre bloß eine zusätzliche Belastung der Dieselfahrer, welche bereits deutlich mehr für die Anschaffung ihres Kfz investieren mussten und somit doppelt abgeschöpft wären.
Die wirksamste Möglichkeit die Klimaschutz-Ziele zu erreichen, wäre eine weitere Attraktivierung der öffentlichen Verkehrsverbindungen. Franz Gosch setzt daher auf die sanfte Mobilität: “ Es gilt das Angebot im öffentlichen Verkehr – zu stärken um den zahlreichen Pendlern die derzeit auf ihr eigenes Fahrzeug angewiesen sind einen Umstieg auf das Öffi zu ermöglichen“, so Gosch abschließend.
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