23.06.2016, 09:34 Uhr

Litauerin entschied sich für Leibnitz

(Foto: KK)

Sonnenhaus blickt weit über den Tellerrand. „Saulés namas“ bedeutet Sonnenhaus auf litauisch.

Seit Anfang des Jahres freuen sich Kinder und Lehrerinnen der reformpädagogischen Schule Sonnenhaus in Leibnitz über Unterstützung aus dem Baltikum.
Die 28-jährige Litauerin Deimante Zubaite nimmt am Programmzweig „Europäischer Freiwilligendienst“ des EU-Förderprogramms Erasmus+ teil. Dadurch können junge Menschen aus ganz Europa für bis zu ein Jahr im europäischen Ausland leben und in Bildungs-, Sozial-oder Kultureinrichtungen mitarbeiten. Das Sonnenhaus ist die erste Einrichtung im Bezirk Leibnitz, die in diesem Programm akkreditiert wurde und Freiwillige aufnehmen kann.

Deimante ist eigentlich Umweltingenieurin und unterrichtete zunächst Umweltschutz in litauischen Kindergärten. Nachdem sie einige Jahre im Management von Unternehmen tätig war, beschloss sie, wieder Kinder und Pädagogik in den Mittelpunkt zu stellen – und das in der Steiermark. Die Gründe, warum sie gerade hierher wollte, sind schnell erklärt – in Litauen gibt es wenig Erfahrungen mit reformpädagogischen Konzepten, wie sie im Sonnenaus gelebt werden und in deutscher Sprache leben und arbeiten zu können, ist ein zusätzlicher wichtiger Faktor für Deimante.

Für das Sonnenhaus und dessen Schüler ist Deimante eine große Bereicherung – sie unterstützt die Lehrerinnen in der täglichen Arbeit, wirkt an Projekten mit und bringt ihre Offenheit und ihr großes Wissen zu Umweltthemen ein. Der „Funken“ ist aber ganz deutlich auch zwischen Deimante und den Schülerinnen und Schülern übergesprungen. Für die Schüler ist es jeden Tag von Neuem wichtig, sich mit ihren vielfältigen Fragen und Themen an die junge Umweltexpertin aus dem Baltikum wenden zu können und Deimante hat auch für sich schon endgültig beschlossen, ihre berufliche Zukunft ganz dem Thema Kinder und Bildung widmen zu wollen. So meint Deimante über ihre Erfahrungen im Sonnenhaus und ihre Ziele:
„Wenn ich den Kindern etwas mitgeben will und ich hoffe, das ist in meiner Zeit im Sonnenhaus gelungen, dann dass es wichtig ist, dass die Menschen egal welchen Alters und welcher Herkunft miteinander gut umgehen, dass gerade auch Kinder sich wertschätzen und dass man nur mit Freude lernen kann.“

Aufgrund der guten Erfahrungen mit Deimante und dem Programm „Europäischer Freiwilligendienst“ hat das Sonnenhaus auch für das nächste Schuljahr eine Stelle für eine/n Freiwillige/n ausgeschrieben – aus den über 30 Bewerbungen für Leibnitz aus ganz Europa wird ab September für ein Schuljahr eine junge Psychologin aus Spanien im Sonnenhaus mitwirken.
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