24.05.2016, 17:06 Uhr

Mit einem Paten an seiner Seite

Das Projekt für arbeitssuchende Jugendliche wird unterstützt von David Schwingenschuh (Dechant Mürzzuschlag), Helmut Wiesmüller (AMS), Ute Bischof (Arbeitslosenfonds), Johannes Huber (Regioteam), Bernhard Schwarzenegger (Arbeitslosenfonds), Valerie Böckel (Regionalmanagement) und den Dechanten Clemens Grill (Leoben) und Johann Feischl (Bruck).

Gemeinsam mit den Dekanaten Leoben, Bruck und Mürztal startet die Katholische Kirche mit dem Regionalmanagement und dem diözesanen Arbeitslosenfonds ein Projekt für arbeitssuchende Jugendliche.

LEOBEN, OBERSTEIERMARK. Die Jugend sucht Arbeit – und die Jugend braucht Arbeit. Um Jugendliche bei der Arbeitsfindung zu unterstützen wurde das Projekt "PatInnen unterstützen arbeitssuchende Jugendliche" vom Regioteam Obersteiermark Ost initiiert. Dabei sollen Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen näher an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Hilfe bekommen sie dabei von ehrenamtlichen Paten.

Ein Pate für Jugendliche

"Ein Pate ist eine Person, die da ist", sagt der Leobener Dechant Clemens Grill und verweist auf die hohe Bedeutung des Patenamtes im Christentum. So ein Pate kann jeder werden, der an der Arbeit mit Jugendlichen interessiert ist. Die Hauptaufgabe liegt im "da sein, zuhören, nachfragen und motivieren", sagt Bernhard Schwarzenegger vom Arbeitslosenfonds. Egal ob es um berufliche Orientierung geht, Lernhilfe, die Führerscheinprüfung oder eine Lehrstelle, die Jugendlichen sollen so Kontakt zum Arbeitsmarkt bekommen.
"Je ein Pate unterstützt einen Jugendlichen. Der Pate gibt hauptsächlich die eigene Erfahrung weiter, informiert, ermöglicht Kontakte und kümmert sich um den Jugendlichen. In den beiden Bezirken stehen für die nächsten drei Jahre 30 Betreuungsplätze zur Verfügung", sagen die Dechanten Clemens Grill, Johann Feischl und David Schwingenschuh.

Eine ausgereifte Idee

Das Projekt wirkt also im Vorfeld oder als Ergänzung zum AMS, wie Helmut Wiesmüller vom AMS Leoben erklärt. "Wir sind froh über jede Hilfe, für Jugendliche eine Arbeit zu finden. Denn Jugendliche brauchen in ihren jungen Jahren eine helfende Hand."
Die Idee gibt es schon lange, seit zehn Jahren wird das Patenprojekt bereits erfolgreich vom Arbeitslosenfonds der Diözese Graz-Seckau mit 70 Paten in Graz durchgeführt. Nun wird in die Obersteiermark ausgeweitet. Dafür wurde eigens eine Koordinationsstelle eingerichtet, die für die professionelle Betreuung der Jugendlichen und Paten verantwortlich ist. In der Obersteiermark übernimmt Ute Bischof diese Verantwortung – bei ihr können sich alle Interessierten melden. (Tel.: 0676/880158346 oder ute.bischof@graz-seckau.at)

Derzeit läuft die Prüfung beim Land Steiermark um die Finanzierung durch das EU-Förderprogramm LEADER und das Regionalressort des Landes.
Alle Infos zum Projekt: Arbeitslosenfonds
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