04.06.2016, 12:21 Uhr

In der "Business Lounge"

Das WM-Studio der Planai in Schladming wurde Schauplatz einer "Business Lounge Spezial".

Unter dem Titel "Business Lounge Spezial: Eventveranstalter und ihr auflagenrechtlicher Hürdenlauf" fand vergangene Woche ein Diskussionsabend in Schladming statt. Im WM-Studio der Planai-Hochwurzen-Bahnen unterhielten sich Organisatoren von regionalen Veranstaltungen, wie unter anderem Harald Scherz, langjähriger Initiator des 24-Stunden-Laufes in Wörschach, Ennstal-Classic-Chef Michael Glöckner und der Marketing-Leiter der Planai-Hochwurzen-Bahnen, Markus Zeiringer, mit Vertretern der Wirtschaftskammer, darunter Werbeberater Edgar Schnedl und WKO-Regionalstellenleiter Helmut Blaser sowie mit Landesrat Christian Buchmann und den interessierten Zusehern. Ziel der Veranstaltung war es, Lösungen für alltägliche Probleme bei Veranstaltungen, wie Sicherheitsauflagen oder Ungereimtheiten mit Behörden zu finden.

Zahlreiche Probleme

Ein Problem bei heutigen Veranstaltungen sei die Haftungsfrage, referiert Harald Scherz.
"Man müsste bei jedem Handgriff wissen, was gar nicht möglich ist", so Scherz. Als Lösung hierfür wird ein Leitfaden vorgeschlagen, der Veranstaltern genau aufzeigt, was sie dürfen und was nicht.
Markus Zeiringer führt als weiteres Problem die Auflagen an, die laut Veranstaltungsgesetz bei Veranstaltungen einzuhalten sind: "Man ist in einem Korsett, aus dem man nicht herauskommt".
Im Laufe der Veranstaltung wurden neben Schwierigkeiten bei Behördenfragen auch Missstände bei Sicherheitsvorkehrungen, Versicherungen und im Bereich des Datenschutzes genannt.

"Herkulesarbeit"

Auch Landesrat Christian Buchmann führt die komplexen Gesetze als Hindernis an: "Man muss ein Wunderwuzzi sein, wenn man alle Veranstaltungsgesetze einhalten will".
Aufgrund dessen würden viele Veranstalter die Lust verlieren Veranstaltungen durchzuführen, so Buchmann. Während es zwar machbar sei, die Haftungsfrage relativ schnell zu lösen und auch einen Leitfaden für Veranstalter zu erstellen, würde das Vereinfachen der Gesetze eine "Herkulesarbeit" darstellen. Es müsse jedoch trotzdem etwas geschehen. "Würden die zahlreichen Veranstaltungen nicht stattfinden, wäre die Steiermark ärmer. Wir müssen den Veranstaltern wieder Lust machen", erklärt Buchmann.
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