01.09.2016, 10:37 Uhr

Neuer Anstrich für die Airpower

Christian Erhart (3. v. l.) hat auch den Saudi Hawk verziert. Foto: Bundesheer/Zinner

Christian Erhart sorgt mit Airbrush-Designs bei der Airpower für Aufsehen.

ZELTWEG. Er hat sowohl ein Faible für die Fliegerei als auch für die Kunst. Und Christian Erhart kann beides perfekt verbinden. Der 28-Jährige absolvierte die Ausbildung zum Techniker und ist jetzt als solcher in der Transporthubschrauberstaffel des Bundesheeres in Linz-Hörsching tätig.

Anfänge

Schon viel früher hat er sich allerdings mit der Kunst angefreundet. „Ich habe schon in der Schule immer gezeichnet. Bleistift, Buntstift und Wasserfarben waren damals meine Werkzeuge“, erzählt Erhart. Vor über zehn Jahren hat er dann erstmals Airbrush für sich entdeckt. „Das hat am Anfang nicht besonders gut funktioniert. Es gibt nicht viele, die das gut können und man kommt nur schwer an Informationen“, sagt er heute. Mittlerweile hat sich das freilich geändert. Seit 2011 ist Erhart als Airbrusher selbstständig und ein echter Profi auf seinem Gebiet.

Projekte

Das zeigen auch einige seiner bislang spektakulärsten Projekte: „Am liebsten mache ich alles, was mit der Fliegerei zu tun hat.“ Durch seinen Beruf hat sich eine Verbindung zur Airpower ergeben. Bei der Flugshow 2011 hat er Bilder als Gastgeschenke für die Staffeln Frecce Tricolori und die Patrouille Suisse angefertigt.

Der Panther

Ganz unerwartet kam im selben Jahr ein weiterer Auftrag, der für Aufsehen gesorgt hat. Ein Flugzeug der Saudi Hawks war nach einem Vogelschlag beschädigt. Techniker haben den Schaden über Nacht behoben und Christian Erhart hat in nur einer Stunde Arbeit einen Steirischen Panther darüber gebrusht.
Ansonsten nehmen seine Arbeiten aber mehr Zeit in Anspruch. Erst kürzlich hat er das Wanddesign im Bowlingcenter in der Arena neu verziert - natürlich mit einem Airpower-Motiv und in 148 Stunden Arbeitszeit.

Airbrush-Trompete

Bei der letzten Airpower im Jahr 2013 durfte der junge Künstler schon größere Projekte realisieren. Etwa das Design einer Pilatus PC7 des Bundesheeres. Aber natürlich gibt es auch Aufträge außerhalb der Fliegerei. Erhart: „Es gibt eigentlich nichts, was man mit Airbrush nicht machen kann.“ Die Palette reicht von Autos über Klodeckel bis hin zu Musikinstrumenten. Die Trompete der regionalen Band „Gnackwatschn“ ziert ebenfalls ein Panther von Christian Erhart. Und das Kinderzimmer von Töchterchen Lina hat der St. Peterer natürlich auch selbst gestaltet ...

Zur Person

Christian Erhart ist 28 Jahre alt und wohnt in St. Peter ob Judenburg.
Familie: Frau Kerstin und Tochter Lina (10 Monate).
Beruf: Luftfahrzeugtechniker beim Bundesheer, selbstständiger Airbrusher mit Artcore Airbrush.
Hobbys: Musik, Zeichnen.
Kontakt: über Facebook oder www.artcore-airbrush.at.
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