15.04.2016, 11:06 Uhr

Innovationsforum am Ring

Firmenchef Reinhard Metzler mit NRAbg. Fritz Grillitsch beim Rundgang durch die Ausstellung. Foto: Pfister

Das 1. METZLER Innovationsforum für Fertigungslösungen am Red Bull Ring erweckte großes Interesse.

SPIELBERG. Etwas mehr als ein Drittel (34%) von rund 250 befragten Unternehmen sehen die österreichischen Produktionsstandorte mittel- bis langfristig bedroht. Dennoch denkt derzeit nur ein Fünftel der Befragten daran, Produktionsbereiche ins Ausland zu verlagern. Je rund die Hälfte der Befragten erwartet für dieses Jahr eine gleichbleibende Geschäftsentwicklung gegenüber 2014/15 und äußert sich zufrieden mit der Ertragssituation ihrer Produktionsbereiche. Das sind die wesentlichen Ergebnisse des ersten österreichischen Branchenbarometers Produktion, die bei der hochkarätigen Informationsveranstaltung der Firma METZLER vorgestellt wurde. „Wir wollen hier am Red Bull-Ring die Produktionsbranche vernetzen und durch Innovationen starke Impulse zur Absicherung von Standorten in Österreich geben“, sagt Reinhard Metzler, Veranstalter und Geschäftsführer des gleichnamigen Handels- und Serviceunternehmens im Werkzeug- und Fertigungsbereich. Über 40 hochspezialisierte Werkzeug- und Maschinenhersteller zeigten am 6. und 7. April innovative Fertigungslösungen. Adjuvant dazu wurden dem fachkundigen Publikum auch drei Fachforen angeboten. All das soll nach Aussage des gestandenen Selfmade-Unternehmers Reinhard Metzler die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Produktionsbetriebe steigern.

Praktische Lösungen

Die METZLER GmbH & Co. KG selbst präsentierte unter anderem innovative Werkstätten-, Werkzeug- und Beschaffungslogistik-Lösungen. Sie sind allesamt darauf ausgerichtet, die Produktivität und damit den Erfolg von produzierenden Betrieben zu steigern. Für ein besonderes Highlight sorgte in diesem Zusammenhang auch die „GF Machining Solutions“. Das international tätige Unternehmen zeigte in Spielberg eine lineare Fertigungszelle mit HSC-Fräsen, Senk- & Drahterosion inklusive Zellmanagement. Mit dem neuesten Modell in der Drahterosion, der CUT E 350, wurde in den Boxen des Red Bull Ringes eine absolute Neuheit für Österreich präsentiert.

Fokus auf Standortsicherung

Wertvolle Impulse zur Standortsicherung liefert auch der in Spielberg erstmals präsentierte Branchenbarometer Produktion. Demnach zählen dabei vor allem gute wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen mit weniger Bürokratie (35%), qualifizierte Mitarbeiter (34%), Know how, F&E und Technologie (24%) sowie Kundennähe (7%). Rund drei Viertel der Unternehmen planen in diesem Jahr vielleicht (36%) oder ganz sicher (37%) wesentliche Inves-titionen an österreichischen Produktionsstandorten. Beim Zukauf von externem Know how werden von 90% die Integration von spezialisierten Kompetenzen sowie von 100% die Erhöhung der Produktivität als wesentlich für die Standortsicherung genannt.
Investiert wird 2016 vor allem in Maschinen, Werkzeuge und Betriebseinrichtungen. Begründet wird die Investitionsbereitschaft vor allem mit dem Vorhandensein guter, verlässlicher und qualifizierter Mitarbeiter (32%), der Notwendigkeit nachzurüsten oder zu modernisieren (25%) und dem Ausbau der Produktpalette oder der Kapazitäten (14 %). Wenn nicht investiert wird, liegt das vorwiegend an der fehlenden Notwendigkeit, nachzurüsten oder zu modernisieren (42%), an der mangelnden oder unsicheren Finanzierung (24 %) oder an den volkswirtschaftlichen bzw. an den behördlich-steuerlichen Rahmenbedingungen (18 %).

Infrastruktur nützen

Restlos begeistert zeigte sich Reinhard Metzler von der Region Murtal und den Möglichkeiten, die am Red Bull Ring geboten werden. „Ihr habt da etwas in der Hand, das man sonst nirgendwo findet“, so der Parade-Unternehmer aus Vorarlberg. Es gelte, die vorhandenen Möglichkeiten in der Region zu nützen.
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