29.03.2016, 09:49 Uhr

Ein Modell für die ganze Landwirtschaft

Jahreshauptversammlung der Grassamenvermehrer: Buchgraber überreichte Josef Krenn (RWA) zum Fünfziger eine Skulptur.

Von den Grassamenvermehrern kann die restliche Landwirtschaft viel lernen.

Zwar gibt es das europäische Saatgutgesetz, doch davon lässt sich Helmut Buchgraber von der PSO nicht beeindrucken. Er erzeugt Grassamen nach den Richtlinien der österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Grünland und Futterbau, kurz ÖAG. Die sind wesentlich strenger. Dadurch sind höhere Preise erzielbar. Das ist für seine Vertragsbauern sehr erfreulich, zeigt doch der langfristige Preistrend deutlich nach oben. Eine weitere Besonderheit der Grassamenvermehrer: Auf Basis der aktuellen Ernte werden die Flächen für das kommende Jahr bestimmt. Damit kommt es zu keiner Überproduktion, was für eine beachtliche Preisstabilität sorgt. Ein Modell, das auch vielen anderen Bereichen der Landwirtschaft guttäte. Dafür pflegt Buchgraber langfristige Partnerschaften mit seinem Vermarkter, der Raiffeisen Ware Austria (RWA). Die Sensationsernte 2015 veranlasste ihn, die Grassamenvermehrung in der Region für 2016 massiv zurückzufahren. Doch für 2016 gibt es gute Neuigkeiten. Die PSO-Vertragsbauern und all jene, die es noch werden möchten, sind aufgefordert, vermehrt Knaulgras anzubauen. Aber auch für Rotklee (bio und konventionell) sucht Buchgraber Flächen.
Die Grassamenvermehrung ist zudem eine Bereicherung für den Humusaufbau und die Fruchtfolge. Buchgraber konnte den Humusgehalt auf Eigenflächen in 20 Jahren von zwei auf beachtliche vier Prozent steigern.
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