09.09.2016, 14:34 Uhr

Feuerwehrsenioren aus dem Bezirk Voitsberg zu Gast im Murtal

96 Feuerwehrsenioren folgten am Mittwoch, 7. September 2016 einer Einladung des Bereichsfeuerwehrverbandes Voitsberg zu einem Tagesausflug.

Begrüßt wurden die Kameraden vom Seniorenbeauftragten des BFV, EABI Kassian Gressenberger. Mit zwei Autobussen und dem MTFA Pack ging es vorerst für eine Gruppe unter Führung von EABI Rudolf Gargitter zum Bergbaumuseum nach Fohnsdorf, für die zweite Gruppe unter HBI d. F. Friedrich Pachatz zum Luftfahrtmuseum nach Zeltweg.

Im Bergbaumuseum Fohnsdorf wurden die Teilnehmer herzlich begrüßt und in 5 Gruppen durch eine überaus interessante Führung begleitet. Auf 1000 m² überdachter Fläche und 5000 m² Freigelände tauchte man ein in 300 Jahre Bergbaugeschichte vom Feinsten. Die Museumsführer schilderten aus ihrem Berufsleben dieses Bergbaues, denn alle waren in diesem einst tiefstem Braunkohlebergwerk der Welt beschäftigt. Zahlreiche bergmännische Exponate, Bergbaumodelle und Bilder konnten von den Kameraden bewundert werden. Der 47 m hohe, denkmalgeschützte Förderturm und eine Begehung des 160 m langen Schaustollens rundete diese interessante Führung ab. Im Anschluss trafen sich beiden Gruppen in der Othmar Deutschmannhalle beim ehemaligen Bergwerk zu einem gemeinsamen Mittagessen.

Die Besichtigung der Militärluftfahrtausstellung in Zeltweg war der zweite Programmpunkt. Im Hangar 8 des Flugplatzes Hinterstoisser wird seit 2005 auch die Historie der Luftstreitkräfte nach dem Zweiten Weltkrieg präsentiert. Die Flugzeugsammlung konzentriert sich auf die Muster aus der Zeit der Zweiten Republik nach 1955. So ist zum Beispiel eine Jak-18 zu sehen. Mit einem Schulflugzeug dieses Typs hob Oberstleutnant Gustav Hauck am 9. Dezember 1955 in Langenlebarn zum ersten Flug einer österreichischen Militärmaschine nach dem Zweiten Weltkrieg ab. Weitere Ausbildungsflugzeuge aus der Anfangszeit sind die sehr seltene Fiat G-46-4B, von der fünf im Dienst standen, sowie der Zlin 126 Trener. Nicht fehlen darf natürlich auch die T-6G Texan. Die Jet-Reihe wird vom Strahltrainer de Havilland DH-115 Vampire T Mk 11 angeführt, gefolgt von einer 18 Maschinen umfassenden Flotte von Fouga CM 170 Magister. Der erste Kampfjet der Österreicher wurde schließlich die Saab J-29F. Von der „Tonne“ kamen 1961 die ersten 15 Maschinen ins Land, 15 weitere, auch als Aufklärer verwendbare Maschinen, folgten 1962. Nach Ausmusterung der J-29F Anfang der 1970er Jahre waren die Luftstreitkräfte bis 1987 ohne Kampfflugzeug. Erst dann übernahmen sie mit der J-35OE ein neues, allerdings gebrauchtes Muster. Von den 24 gekauften Maschinen der Draken sind zwei als zentrale Attraktion im Hangar 8 zu sehen. Auch die Hubschrauber sind in Zeltweg gut vertreten. So hängt an der Decke eine der Agusta-Bell AB-47G2. Österreich hatte mit der Alouette II einen modernen Turbinenhubschrauber. Mit der Beschaffung von 26 Agusta-Bell AB-204B ab 1963 wurde die Drehflüglerflotte erheblich ausgebaut. Ebenfalls bereits im Hangar 8 zu sehen ist eine OH-58 Kiowa, die zur Grenzüberwachung eingesetzt war. Schließlich darf auch die Shorts Skyvan nicht fehlen.

Nach diesen überaus interessanten Führungen in Fohnsdorf und Zeltweg brachten uns die Busfahrer Franz Huber und Peter Guggi sicher zurück in die Heimat um abschließend bei einer Jause und dem einen oder anderen guten „Tröpferl“ beim Buschenschank Lackner den Tag resümieren zu lassen und Erlebnisse aus der Vergangenheit aufzufrischen.

LFR Engelbert Huber und BR Christian Leitgeb ließen es sich nicht nehmen, die Kameraden bei der letzten Station zu begrüßen und sich beim Organisator dieses schönen Tagesausflugs, EABI Kassian Gressenberger, zu bedanken.
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