05.09.2016, 10:42 Uhr

Gerinne-Umbau in Köflach zeitgerecht beendet

DIe SPÖ-Fraktion mit Thomas Nöres, Uwe Pongratz und Stefan Pischler. (Foto: FOTO KOREN)

Die SPÖ sieht den Umbau "als Fass ohne Boden", Bgm. Helmut Linhart sieht das als künstliche Aufregung

"Sofern nichts Gravierendes dazwischen kommt, werden wir rechtzeitig vor Schulbeginn mit den Arbeiten am unteren Hauptplatz fertig", ist der Köflacher Bgm. Helmut Linhart mit den bisherigen Leistungen der ausführenden Unternehmen zufrieden. Bekanntermaßen ist die Köflacher Stadtregierung mit dem Umbau des Gerinnes einem langjährigen Wunsch der Gewerbetreibenden nach Parkplätzen in diesem Bereich nachgekommen. Wert liegt LInhart auch darauf, dass beim Umbau ausschließlich heimische Unternehmen beschäftigt wurden, womit die Wertschöpfung im Bezirk bleibt. "Außerdem verbessern die Baumaßnahmen das Erscheinungsbild dieses Stadtteils immens", so Linhart. "Was vor allem auch im Hinblick auf den Tourismus in Köflach wichtig ist."

Faß ohne Boden?

MIt etwas anderen Gefühlen sieht die Köflacher SPÖ das aktuelle Baugeschehen. "Die SPÖ-Fraktion Köflach sieht dem Umbau des unteren Gerinnes in Köflach mit sorgenvoller Miene entgegen", so SPÖ-GR Thomas Nöres in einem Schreiben an die WOCHE. "Die SPÖ befürchtet, dass die umfangreichen Bauarbeiten, mit welchen man als Köflacher jeden Tag konfontiert wird, bei weitem den in der Gemeinderatssitzung beschlossenen Betrag übersteigen. Auch habe es laut Nöres keine öffentliche Projektpräsentation gegeben. "Die SPÖ sieht es jedenfalls als ihre Aufgabe, penibel auf die Einhaltung der Vergabekriterien und Ausschreibungsrichtlinien zu achten. Die SPÖ Köflach ist immer offen für positive Entwicklungen in Köflach, dann aber effizient und zukunftsorientiert."

Künstliche Aufregung

Eine künstliche Aufregung hingegen sieht die Köflacher Regierungskoalition in der SPÖ-Kritik. "In der ursprünglichen Kosetnschätzung waren im Wesentlichen die Beträge für Asphaltierung und Pflasterung beinhaltet. Aufgrund zwischenzeitig geänderter Umstände, wie z.B. der Erkenntnis, dass eine Reperatur einer Wasserleitung notwendig wurde oder den erforderlichen Austausch der Straßenbeleuchtung, haben wir jetzt tatsächlich höhere Baukosten. Wir hatten also die Wahl, diese Arbeiten gleich mit zu erledigen oder in naher Zukunft. Angefallen wären sie auf alle Fälle", so Linhart.
Verwundert zeigt sich LInhart auch über die Kritik betreffend die angeblich nicht erfolgte öffentliche Präsentation. "Hat die SPÖ geschlafen?" fragt sich Linhart, der auf die Tatsache verweist, dass nicht nur der SPÖ das geplante Bauvorhaben wiederholt präsentiert, sondern auch der Bevölkerung den Gewebetreibenden dieses Bereiches mehrfach die Gelegenheit geboten wurde, sich zum genannten Bauvorhaben zu äußern. "Aber das scheint eben der neue Stil der SPÖ zu sein, alles nur zu kritisieren und schlecht zu reden. Wir arbeiten als Koalition gut zusammen und bewegen etwas. Das passt aber den Kollegen der SPÖ nicht", so die Koalitionspartner einhellig.
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