Alsergrund
Hebammenzentrum unterstützt Mütter in allen Lebenslagen

v. l.: Kathrin Unterweger, Paula Pospichal, Kyra Caruso und Johanna Eitzenberger halten das Zentrum am Laufen.  | Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Von der Schwangerschaft über die Geburt und darüber hinaus: das Hebammenzentrum unterstützt Mütter und Familien. MeinBezirk war vor Ort und hat mit den Zuständigen gesprochen.

WIEN/ALSERGRUND. Mitten am Alsergrund (Lazarettgasse 8) hat sich das Hebammenzentrum – "Verein freier Hebammen" – als zentrale, außerklinische Anlaufstelle für Schwangerschaft, Geburt sowie die Zeit davor und danach etabliert.

In den vergangenen 35 Jahren ist der Verein auf über 40 Hebammen angewachsen. Diese leisten neben Förderungen auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Zentrums. "Wir finanzieren uns unter anderem über die Mitgliedsbeiträge unserer Hebammen", erklärt Geschäftsführerin Kyra Caruso.

Die Atmosphäre ist bewusst gemütlich gehalten.  | Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
  • Die Atmosphäre ist bewusst gemütlich gehalten.
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Das Zentrum stellt den Mitgliedern dafür Räumlichkeiten für ihre Kurse zur Verfügung und vermittelt diese an werdende Mütter. Auf Profit ist man dabei nicht ausgelegt, ergänzt die Geschäftsführerin. Die gekürzten Förderungen auf Bundesebene merkt man aktuell daher schmerzhaft.

Interdisziplinäres Team

Zusätzlich dazu arbeiten auch Sozialarbeiter, Ärzte, eine Psychologin, eine Frühförderin, Physiotherapeutinnen und Väterberater im Zentrum. Ihr Ziel ist es, Frauen und Familien eine umfassende, ganzheitliche Betreuung zu bieten, die sich klar von der rein medizinischen Versorgung im Krankenhaus unterscheidet. Im Zentrum stehen kostenlose Beratungen zu Themen wie Schwangerschaft, Geburt, Stillen und Kinderpflege, die als anerkannte Familienberatungsstelle angeboten werden.

Ergänzt wird dieses Angebot durch eine Vielzahl an kostenpflichtigen Kursen und Workshops. Dazu gehören klassische Geburtsvorbereitungskurse, Schwangerschaftsgymnastik, Yoga und Rückbildungskurse. Der Verein hat dabei stets den Grundgedanken, die Kosten niedrig zu halten und dadurch niederschwelligen Zugang zu gewährleisten.

Hausgeburten im Fokus

Eine weitere Besonderheit des Hebammenzentrums ist die Unterstützung von Hausgeburten. Die Philosophie ist, Schwangerschaft nicht als Krankheit zu betrachten und Frauen die Wahl zu lassen, wo sie ihr Kind zur Welt bringen möchten, solange keine medizinischen Risiken bestehen. Dazu wurde ein eigener Leitfaden für die außerklinische Arbeit entwickelt – dieser soll auch das Vertrauen von Kliniken in das Management stärken. Zudem engagiert sich das Hebammenzentrum für sozial benachteiligte Gruppen, wie geflüchtete Frauen, in Grundversorgungsheimen, denen es kostenlose Beratungen und Unterstützung bietet – ein Programm, das durch Förderkürzungen in Gefahr gerät.

Auch Gruppenräume werden geboten. | Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Als einzige Anlaufstelle für Hebammenstudentinnen der Hochschule Campus mit Fokus auf außerklinische Geburtshilfe spielt das Zentrum auch eine Rolle in der Ausbildung. Es setzt sich für Themen wie Gewaltprävention in der Geburtshilfe ein und ist ein wichtiger Partner in Netzwerken wie der „Frühen Hilfen“. Abgerundet wird das Angebot durch Fortbildungen zu Themen wie Wochenbett und Gewaltschutz sowie durch neutrale Beratungen zum Schwangerschaftsabbruch.

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