Tempolimit
Alsergrund als 30er-Zone

Bezirksvize Momo Kreutz (l.) und die grüne Klubobfrau Josefa Molitor-Ruckenbauer fordern Tempo 30.
  • Bezirksvize Momo Kreutz (l.) und die grüne Klubobfrau Josefa Molitor-Ruckenbauer fordern Tempo 30.
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  • hochgeladen von Sophie Alena

Die Grünen fordern Tempo 30 im gesamten Bezirk. Einen entsprechenden Antrag gab es auch bereits.

ALSERGRUND. Weniger Lärm, bessere Luft und mehr Sicherheit: Die Grünen Alsergrund fordern Tempo 30 im gesamten Bezirk – also flächendeckend. Ein entsprechender Antrag wurde in der vergangenen Bezirksvertretungssitzung gestellt.

"Seit Jahren bewährt sich bereits die Tempo-30-Beschränkung in vielen Gassen und Straßen. Aber vor allem die Durchzugsstraßen wie die Nussdorfer-, die Währinger- oder die Liechtensteinstraße betreffend erhalten wir immer wieder Beschwerden", sagt die grüne Bezirksvize Momo Kreutz. Vor allem Lärm plage viele Bezirksbewohner in den großen Straßen. In Tempo 30 sehen die Grünen eine deutliche Verbesserung für die Anrainer der Grätzel.

Tempo 30 für Öffis

Ein ähnliches Vorhaben haben auch die grünen Kollegen in der Josefstadt. Dort herrscht in der Josefstädter Straße noch Tempo 50. Das soll geändert werden. Nur gibt es dort das gleiche Problem wie am Alsergrund: Die Öffis sind auf vielen dieser Straßen unterwegs. Die Wiener Linien sind jedoch keine Freunde der Verlangsamung des öffentlichen Verkehrs. Am Alsergrund gibt es aber den großen Vorteil, dass viele Straßenbahnen auf eigenen Gleiskörpern unterwegs sind. Dort könnte sich Kreutz auch eine getrennte Regelung vorstellen. Eine ähnliche Vorgangsweise gibt es bereits in der Augasse. In der Bezirksvertretungssitzung wurde zwar über den Antrag abgestimmt, angenommen wurde er jedoch nicht. "Die Stimmung war nicht schlecht, aber es kam das Argument, dass wir jede Straße einzeln beantragen sollen", sagt Kreutz. Die Straßen seien zu groß und man könne das nicht zusammengefasst betrachten.

Bezirkschefin Saya Ahmad (SPÖ) hält eine Gesamtüberprüfung für wenig sinnvoll: "Es gibt bis auf wenige Ausnahmen flächendeckend eine Tempo-30-Beschränkung." Für die 18 Straßen, in denen das nicht der Fall ist, wären für sie einzelne Überprüfungen sinnvoller – und damit auch einzelne Anträge.
Für Kreutz ist der Kampf aber noch nicht verloren: "Wir besprechen uns derzeit, wie wir das Thema in Zukunft in Angriff nehmen, aber wir werden Tempo 30 auf jeden Fall weiter forcieren."

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