Schutz vor dem „Enkeltrick“
Rat und Hilfe für Senioren im Bezirk
- Der sogenannte „Enkeltrick“ ist weiterhin eine häufige Betrugsmasche.
- Foto: privat
- hochgeladen von Eva Leutgeb
Ob günstiger Stromtarif oder Schutz vor Betrug – die Senioren im Bezirk Amstetten und Waidhofen an der Ybbs werden tatkräftig unterstützt.
BEZIRK AMSTETTEN. Geht es um Freizeitaktivitäten, behördliche Erledigungen oder auch Betrugsprävention – in Niederösterreich stehen die NÖs Senioren der älteren Generation mit Rat und Tat zur Seite. Das ist nicht nur für VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner eine Selbstverständlichkeit. Auch VP-Landesobmann Karl Wilfing will sicherstellen, dass die Hilfe „wirklich bei den Menschen ankommt".
Konkret spricht er dabei vom neuen EVN-Stromtarif, der gerade Senioren mit knappen Pensionen entlasten soll. Gemeinsam mit der EVN steht man unterstützend zur Seite – mit Infos und Tipps zum Tarifumstieg.
Betrügern Riegel vorschieben
Doch nicht nur um Finanzielles dreht es sich aktuell bei den NÖs Senioren. Der Schutz der älteren Generation ist derzeit in den Fokus gerückt. Denn ob Schockanruf oder „Neffentrick" – Kriminelle versuchen sich mit Lug und Trug das Vertrauen der Senioren zu erschleichen und damit ebenso deren Geld und Wertgegenstände. Und weil die Täter immer brutaler und zugleich raffinierter werden, werden die NÖs Senioren aktiv: in WhatsApp-Kanälen, Newslettern und Social-Media-Portalen. Dort werden eigens produzierte Videos gezeigt, die über die gängigsten Betrugsmaschen aufklären und warnen.
Regelmäßiger Austausch
Johann Brandstetter, Bezirksobmann der Senioren Amstetten, betont die Bedeutung regelmäßiger Schulungen in digitalen Belangen. Informationen zum neuen, für Senioren vergünstigten Stromtarif werden in den Ortsgruppen im Rahmen der Stammtische im Bezirk weitergegeben.
Digitale Risiken im Fokus
„Seit Jahren bieten wir Weiterbildungen zu Themen wie digitaler Signatur (ID Austria), Smartphone-Nutzung und EDV an“, erklärt er. Dabei werde stets auch auf potenzielle Gefahren hingewiesen und vermittelt, wie diese erkannt werden können. Erst kürzlich fand in Winklarn eine entsprechende Veranstaltung unter Mitwirkung der Polizei statt.
Unfall vorgegaukelt
Trotz dieser Bemühungen komme es immer wieder zu Betrugsfällen. „Leider tappen nach wie vor Menschen in solche Fallen“, so Brandstetter. Er erinnert an einen besonders gravierenden Vorfall: Eine Familie aus Amstetten verlor vor einigen Jahren 72.000 Euro, nachdem Betrüger dem Ehepaar vorgespiegelt hatten, die Tochter sei nach einem Unfall in Haft und benötige eine hohe Kaution.
50.000 Euro verloren
Auch aktuell reißen derartige Fälle nicht ab: „Erst im Jänner hat eine Person im Bezirk 50.000 Euro verloren, nachdem Bankdaten weitergegeben wurden – das Geld war innerhalb einer halben Stunde weg“, berichtet der Bezirksobmann. Umso wichtiger sei es, wachsam zu bleiben und im Zweifelsfall Rücksprache zu halten. „Bei ungewöhnlichen oder verdächtigen Situationen sollte man mich unbedingt kontaktieren“, bietet Brandstetter an.
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