Vor 100 Jahren: Vier Jahre Krieg sind "noch nicht genug"

Vier Jahre Krieg. ... Die überlange Kriegsdauer muß selbstverständlich ... zur Verlotterung des Hinterlandes führen; sie erzeugt Abgestumpftheit und Gleichgültigkeit gegenüber den Gesamtvorgängen. Das Interesse des Volkes gilt heute nur mehr dem Einzelnen an der Front, dem Gatten, dem Bruder, dem Vater, dem Sohn. Wird er wiederkehren? Ist er gefallen oder liegt er verwundet, verschmachtend draußen irgendwo im Felde? Die bange Sorge um die draußen Kämpfenden, der unstillbare Schmerz um die Gefallenen und nicht minder das nagende Gefühl des Hungers, das ist es was heute das Hinterland empfindet. Verzweifelt steht der völlig schuldlose Bürger vor der furchtbaren Tatsache ... daß vier Jahre Krieg noch nicht genug sind ...

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