29.09.2014, 11:39 Uhr

Das Ziel ist ein Arbeitsplatz

Werner Pitzl führt Sozialminister Rudolf Hundstorfer durch die neuen Räume.

Für viele sei die Schwelle zum "ersten Arbeitsmarkt" zu hoch, erklärt Transjob-Geschäftsführer Werner Pitzl.

Im alten Berufsschulinternat in der Anzengruberstraße in Amstetten tut sich derzeit einiges.
Das Beschäftigungsprojekt Transjob hat mehr als die Hälfte der Flächen angemietet und seit Februar die Räumlichkeiten hauptsächlich mit Hilfe der Lehrlinge umgebaut, erklärt Werner Pitzl, Geschäftsführer von Transjob.
Der Großteil sei bereits "wohnlich und arbeitsmäßig hergerichtet", erzählt Pitzl.

Stufenmodell Integration

Der Platz wird auch dringend benötigt, schließlich läuft bis 2016 das Pilotprojekt „Stufenmodell der Integration“, das etwa Langzeitarbeitslosen, Jugendlichen sowie älteren Arbeitnehmern und Menschen mit Behinderungen Chancen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt geben soll.
Mit Beratung, stundenweiser Beschäftigung, Arbeitstraining und Ausbildung soll dies schließlich gelingen.
Dass das Projekt seine Wirkung nicht verfehlt, beweisen die Zahlen: So wurden seit Projektstart in diesem Jahr schon 343 Personen im Stufenmodell betreut. 40 Prozent davon konnten bereits vermittelt werden.

Keine Insel der Seeligen

Dass derartige Projekte und Maßnahmen für den Arbeitsmarkt an Bedeutung zunehmen, unterstreicht auch Harald Vetter vom Arbeitsmarktservice (AMS) in Amstetten. Das Mostviertel sei keine "Insel der Seeligen", so Vetter. In einer Region, wo "traditionell Vollbeschäftigung herrscht", seien 5,6 Prozent Arbeitslosigkeit "sehr viel".
Zudem dürfe man nicht vergessen, dass hinter jeder Person Schicksale stehen, so der AMS-Geschäftsführer.

Das ist Transjob

Hauptziel von Transjob ist die Beschäftigung, Qualifizierung und Wiedereingliederung von Jugendlichen, Langzeitarbeitslosen und Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Insgesamt werden derzeit 467 Personen in den Standorten in Amstetten (Metallbearbeiter, Bürokaufmann, Werkzeugmaschineur, Dreher), Loosdorf (Maurer, Maler) und Wieselburg (Tischler) betreut.
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