Hitzewarnung
So sorgt die Thermenregion für Abkühlung an heißen Sommertagen
- Christian Dusek mit einem Vorschlag bei der Römertherme.
- Foto: Grüne Baden
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Die Temperaturen auf dem Thermometer steigen stetig nach oben, ab Donnerstag soll es so richtig heiß werden.
THERMENREGION. Auch das NÖ Hitzewarnsystem wird nun aktiviert, für zwölf Bezirke wurde offiziell eine Hitzewarnung ausgesprochen. Diese gilt für die Bezirke Krems (Stadt und Land), St. Pölten (Stadt und Land), Wiener Neustadt (Stadt und Land), Baden, Bruck an der Leitha, Gänserndorf, Melk, Mödling und Tulln.
Die Zahl der Hitzetage hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erhöht und in manchen Regionen sogar verdreifacht. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder sowie Personen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen.
Grüne Initiative bringt Wasserspiele für Kinder in die Badener Innenstadt
Einstimmiger Beschluss im Gemeinderat in Baden: Ein Dringlichkeitsantrag von Die Grünen Baden für die Planung und Ausformulierung zur Errichtung von innenstädtischen "Wasserspielen" für Kleinkinder wurde im Gemeinderat einstimmig angenommen. Gemeinderat Christian Dusek freut sich: "Seit vielen Jahren setzen sich die Badener Grünen intensiv für Abkühlungsmöglichkeiten in der Innenstadt ein. Ziel ist es, insbesondere für die kleinsten Mitbürgerinnen und Mitbürger spielerische Abkühlungszonen zu schaffen, die gleichzeitig das Stadtbild beleben. Immerhin sind wir als Kurstadt auch Wasserstadt."
Die vorgeschlagene Initiative versteht sich explizit als generationenübergreifendes Projekt. Während Kinder im kühlen Nass spielen können, sollen die Anlagen auch älteren Menschen Raum zum Verweilen und zur Abkühlung der Füße bieten.
Für die Realisierung bringen die Grünen im Antrag die ersten konkreten Vorschläge zur Diskussion ein: Im Bereich des Mühlbaches mit der Neugestaltung der Wassergasse, oder eine Verwendung der derzeit lecken Außenbeckens der Römertherme mit einer kleinen Anlage und schattenspendenden Bäumen oder ein gestalteter Bereich direkt am Brusattiplatz oder eine Installation im Kurpark nahe dem Café Florian.
Dank der Einstimmigkeit im Gemeinderat wandert das Projekt nun direkt zur Ausarbeitung in den zuständigen Gemeinderatsausschuss für Bauangelegenheiten, Stadtgärten und Weinbau. Dort soll die Maßnahme als fester Bestandteil des städtischen Hitzeplans mit Nachdruck und Priorität verfolgt werden.
"Wenn Kinder spielen, ist das kein Lärm. Mit diesem Projekt zeigen wir, dass Kinderstimmen in Baden herzlich willkommen sind, und wir gleichzeitig aktiv auf die Klimakrise reagieren. Dafür muss auch Geld da sein", freut sich Christian Dusek über die breite Zustimmung.
Kühlung in den Krankenhäusern Baden und Mödling
Die Hitzewelle trifft auch unsere Krankenhäuser. Gudrun Wittmann, Pressesprecherin des Landesklinikums Baden-Mödling, erklärt die Maßnahmen gegen die Hitze: "Die Raumluftanlagen im Klinikum sowie verschiedene Beschattungs- und Kühlmaßnahmen tragen dazu bei, die Auswirkungen der aktuellen Hitzewelle auf Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende möglichst gering zu halten."
"Die Kliniken sind auf hitzebedingte Erkrankungen wie Dehydrierung, Kreislaufprobleme oder Hitzschlag vorbereitet. Die medizinischen Teams können bei Bedarf rasch reagieren", erklärt sie. Die medizinischen Risiken einer Hitzewelle sind: Speziell ältere Menschen leiden teilweise sehr unter der Hitze und in Kombination mit einer nicht ausreichenden Flüssigkeitszufuhr (Trinkmenge) kommt es häufig zu Kreislaufproblemen, Schwindel, niedrigem Blutdruck bis hin zum Kreislaufkollaps. Im Extremfall können auch Herz- und Nierenprobleme sowie Verwirrtheitszustände und Erbrechen resultieren.
- Im Krankenhaus wird bei Hitzetagen auf ausreichendes Trinken geachtet.
- Foto: NÖ LGA – Landesklinikum Baden-Mödling
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Die Mitarbeitenden des Klinikums kümmern sich um die beste Versorgung der Patientinnen und Patienten: "Während Hitzeperioden wird verstärkt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet. Besonders bei älteren Menschen und anderen Risikogruppen wird auf mögliche Anzeichen einer Dehydrierung geachtet."
Auch an das Wohlergehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird gedacht: "Die hohen Temperaturen stellen insbesondere für Beschäftigte mit körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten eine zusätzliche Belastung dar. Die Kliniken unterstützen ihre Mitarbeitenden unter anderem durch die Bereitstellung von Trinkmöglichkeiten und entsprechende Sensibilisierung für Hitzeschutzmaßnahmen."
Anderer Stundenplan im Pflegeheim
„Der Schutz der Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Patientinnen, Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner hat gerade in Hitzeperioden oberste Priorität. Mit einem umfassenden Hitzeschutzkonzept, sowie der kontinuierlichen Schulung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begegnen wir den Herausforderungen steigender Temperaturen bestmöglich“, erklärt interimistische stellvertretende Pflegedirektorin Dominique Peck vom Pflege- und Betreuungszentrum Hainburg.
- „Der Schutz der Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Bewohnerinnen und Bewohner hat gerade in Hitzeperioden oberste Priorität“, erklärt die interimistische stellvertretende Pflegedirektorin Dominique Peck vom Pflege- und Betreuungszentrum Hainburg.
- Foto: PBZ Hainburg
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So werden Aktivitäten für Bewohnerinnen und Bewohner in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt. Auf regelmäßiges Trinken wird ebenso geachtet wie auf leichte, wasserreiche Kost.
Das Pflege- und Betreuungspersonal überwacht jetzt den Gesundheitszustand und die Flüssigkeitsaufnahme der Bewohnerinnen und Bewohnern besonders aufmerksam. So werden Probleme frühzeitig erkannt und darauf reagiert.
Hitze-Öffnungzeiten
Auch einzelne Gastronomiebetriebe reagieren auf die hohen Temperaturen. So hat das Haydnstüberl in Hainburg seine Öffnungszeiten schon am Wochenende (27./28. Juni 2026) reduziert.
- Auch die Gastronomie reagiert und ändert ihre Öffnungszeiten.
- Foto: Haydnstüberl
- hochgeladen von Birgit Bachhofner
Vulnerable Gruppen brauchen den Schutz
Die Hitze-Tage sind vor allem für die vulnerablen Gruppen gefährlich, wie Mario Tauschek, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Mödling, bestätigt. "Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Babys und Kleinkinder, chronisch kranke Personen (z. B. mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen), aber auch alleinstehende, pflegebedürftige oder sozial isolierte Personen zählen zu den Risikogruppen", so Tauschek.
Jedenfalls sollte jeder mindestens 2-3 Liter täglich an Flüssigkeit zu sich nehmen. "Körperliche Anstrengungen sollten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt und Wohnräume kühl gehalten werden", betont der Bezirksstellenleiter. Gelüftet sollte nur zeitig in der Früh und am Abend werden. "Es empfiehlt sich auch, leichte und helle Kleidung zu tragen und jedenfalls Sonnenschutz zu verwenden", so Mario Tauschek.
Niemals im Auto zurücklassen
Zur absoluten Todesfalle kann ein überhitztes Auto werden. "Kinder und Tiere dürfen niemals im Auto zurückgelassen werden. Bereits nach wenigen Minuten können sich Fahrzeuge auf lebensgefährliche Temperaturen aufheizen – auch bei vermeintlich moderaten Außentemperaturen", warnt Mario Tauschek eindringlich vor dieser Gefahr.
Jeder Einzelne kann also dafür sorgen, die Gefahr zu minimieren. "Mit einfachen Maßnahmen wie regelmäßigem Trinken, dem Aufenthalt im Schatten, leichten Mahlzeiten und einer bewussten Reduktion körperlicher Belastung lässt sich das Risiko hitzebedingter Gesundheitsprobleme deutlich reduzieren", so Tauschek der auch den Rat gibt, dass im Fall von auftretenden Symptomen wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und Muskelkrämpfen ein Anzeichen für einen Hitzeschlag oder Sonnenstich sein können und dann möglichst rasch medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden soll.
Einfache Maßnahmen wie regelmäßigem Trinken, dem Aufenthalt im Schatten, leichten Mahlzeiten und einer bewussten Reduktion körperlicher Belastung lässt sich das Risiko hitzebedingter Gesundheitsprobleme deutlich reduzieren. "Achten Sie auf Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und Muskelkrämpfe, die Anzeichen für einen Hitzeschlag oder Sonnenstich sein können. Suche bei Bedarf sofort medizinische Hilfe", so Mario Tauschek
Tipps gegen die Hitze
- Nach Möglichkeit vor der Hitze bzw. Sonne schützen, zumindest entsprechende Kleidung und vor allem Tragen einer Kopfbedeckung.
- Während extremer Hitzesituation (mittags bzw. nachmittags) nach Möglichkeit nicht ins Freie gehen bzw. geschützte und schattige Plätze aufsuchen.
- Ausreichende Trinkmenge, vor allem kühle Getränke, leichte, gut verträgliche Kost und kein Alkohol!
- Körperliche Bewegung im Freien einschränken (keine körperliche Belastung bzw. kein Leistungssport unter direkter Sonneneinstrahlung bzw. bei extremer Hitze)
- Ausreichender Sonnenschutz der Haut (Produkte mit hohem Sonnenschutzfaktor verwenden!).
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