Eine Wahl mit lauter Siegern

Wahlparty der Grünen in der Halle B in Baden
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  • hochgeladen von Gabriela Stockmann

BEZIRK BADEN. Die Landtagswahl 2018 ist geschlagen. Die meisten Zugewinne im Bezirk holten FPÖ und SPÖ, die Neos katapultierten sich in einigen Gemeinden aus dem Stand vor die Grünen.

Die "roten Hochburgen" Traiskirchen, Trumau, Teesdorf wurden weiter stärker. Auffällig auch, dass in vor Jahrzehnten roten Gemeinden wie Leobersdorf, Bad Vöslau und Kottingbrunn die SPÖ ebenfalls einiges Terrain wettmachen konnte. Insgesamt liegt das Plus der SPÖ im Bezirk mit 6,4 % klar über dem Landesschnitt.
Die FPÖ legte vor allem in den Gemeinden des Steinfeld durchwegs um über 10 Prozent zu, in Blumau-Neurisshof gar um 16% und in Ebreichsdorf landete Lisa Gubik, jüngste FP-Kandidatin im Land, in ihrer Heimatstadt bei 21,49 % - das beste FPÖ-Ergebnis im Bezirk (plus 11,38 %) 
Die ÖVP verlor in fast allen Gemeinden leicht, insgesamt mit minus 2,7 % etwas mehr als im Landesschnitt.
Die Grünen konnten bei ihrer Wahlparty in der Halle B jubeln. Sie haben zwar mit Verlusten (minus 1,6 % im Bezirk) den Einzug in den Landtag gschafft und liegen in Baden - der Heimatstadt von Vizebürgermeisterin Helga Krismer - bei 14,39 % und vor der FPÖ.
Die besten Neos-Ergebnisse sind erwartungsgemäß aus Baden, Bad Vöslau, Heiligenkreuz und Oberwaltersdorf zu melden.
Hier erste Stellungnahmen:

Babler aus der SPÖ-Hochburg Traiskirchen

Als "Traumergebnis" bezeichnet Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler den 7,2 Prozent-Zuwach für seine SPÖ. "Unser Wahlkampf, der selbst konzipiert war und auf Sozialpolitik, Ökologie und Kinderbetreuung aufgebaut war, ist voll aufgegangen. Es braucht ein Mehr an Traiskirchen in diesem Land. Das sozialdemokratische Traiskirchner Erfolgskonzept einer solidarischen und ökologischen Stadtgemeinschaft, fehlt in Niederösterreich auf Landesebene so dringend", so Bgm. Andreas Babler.
Auch das Ergebnis der Traiskirchner SPÖ-Kandidatin, Stadträtin Sandra Akranidis-Knotzer, ist sensationell. Die enge politische Weggefährtin Bablers hat auf der Landesliste ca 1500 Vorzugsstimmen erhalten. Sie wird damit auf der Landesliste einen großen Sprung nach vorne machen, das ist großartig", freut sich Babler. Einziger Wermutstropfen in der SPÖ-Freude ist aber wohl, dass in Traiskirchen die FPÖ 9,2 % zulegen konnte.

Gerstner gratuliert Lisa Gubik
NAbg. Peter Gerstner, Bezirksparteiobmann der FPÖ, freut sich über das gute Ergebnis vor allem im Steinfeld: "Das erwartungsgemäße Plus ist sich nur in den Südbahngemeinden von Baden bis Leobersdorf nicht ausgegangen, vielleicht auch wegen der abscheulichen Medienkampagne gegen unseren Udo." Er gratuliert der Ebreichsdorferin Lisa Gubik, die in der Katastralgemeinde Unterwaltersdorf sogar 21,8 % holte. Warum es gerade in den Steinfeld-Gemeinden so gut lief, kann er am Wahlabend noch nicht analysieren. "Wir waren überall gleichermaßen präsent." Ob der Ärger mit den Wahlplakaten eine Rolle gespielt haben könnte, kann Gerstner nicht beurteilen.

Krismer kann wieder gut schlafen
„Im Bezirk Baden haben sich Bürgerinnen und Bürger weiterhin für Grüne Kontrolle und Umweltschutz ausgesprochen. Den Auftrag werde ich die nächsten fünf Jahre mit Leidenschaft ausfüllen“, bedankt sich die Spitzenkandidatin der Grünen Helga Krismer bei den Wählerinnen. Bei den Grünen ging es um das Überleben im Landtag. Helga Krismer ist auch erleichtert, dass sie wieder gut schlafen kann, denn „die private Bürgschaft wird jetzt nicht schlagend werden bei der Bank. Die Grünen Niederösterreich schaffen die Finanzkraft aus eigener Kraft zu managen. „Ich glaubte an das Projekt, weil es Menschen in Niederösterreich wollen. Ich hatte recht bekommen“, so Helga Krismer abschließend.

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