06.10.2017, 10:35 Uhr

Haltestellen Teichstätt und Achenlohe: SPÖ erreicht Neuverhandlung

LAbg. Bgm. Erich Rippl aus Lengau (Foto: SPÖ)
LINZ, LENGAU, MUNDERFING. In der Verkehrsausschusssitzung des Landtags am 5. Oktober wurde der SPÖ-Antrag gegen die Ausdünnung der Fahrpläne auf der Mattigtalbahn behandelt. Auf Druck der Sozialdemokraten zeigte sich FPÖ-Verkehrslandesrat Günther Steinkellner schließlich zu Neuverhandlungen mit dem Oö. Verkehrsverbund und den ÖBB bereit. „Der derzeitige Stand, dass ab Dezember die beiden Haltestellen Teichstätt und Achenlohe für Pendler und Schüler quasi unbrauchbar werden, ist nicht hinnehmbar. Dass Steinkellner auf unseren Antrag hin nun nochmals das Gespräch mit den ÖBB sucht, ist noch keine Erfolgsgarantie. Ich werde so lange kämpfen, bis zumindest eine Buslösung für die Hauptverkehrszeiten erreicht ist“, kündigt SPÖ-Verkehrssprecher LAbg. Bgm. Erich Rippl an. Der Antrag selbst wurde für die Zeit der Gespräche um 14 Tage vertagt.

Wie von Verkehrsverbund und ÖBB geplant ist, kann man ab Dezember aus Braunau kommend abends nur mehr um 19.38 Uhr und aus Salzburg kommend um 21.19 Uhr aussteigen. Das ist für Schüler und die meisten Berufstätigen zu spät.

Der Gemeinderat von Lengau hatte sich schon vor Wochen einstimmig gegen die Ausdünnung des Fahrplans für Teichstätt und Achenlohe gestellt und eine Resolution an das Land beschlossen. Diese Entscheidung unterstreicht auch die Forderung einer Petition mit zirka 900 Unterzeichnern an Steinkellner in derselben Sache.

Hintergrund der Fahrplanänderung ist das Ziel, die Mattigtalbahn mit den Railjet-Halten in Steindorf bei Straßwalchen zu vertakten. „Wenn es schon aufgrund der besseren Anschluss-Verbindung mittels Railjet nötig ist, einzelne Halte ausfallen zu lassen, muss zumindest ein Bus diese Haltestellen anfahren. Ansonsten sind sie für die Allermeisten unattraktiv und die relativ hohen Investitionen der letzten Jahre in neue Park&Ride-Stellplätze, wie in Teichstätt, waren komplett umsonst. Das wäre eine sinnlose Steuergeldverschwendung, die niemand gutheißen kann“, sagt Rippl.
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