08.11.2016, 10:48 Uhr

Hundemantel – ja oder nein?

(Foto: Pfotenhilfe)
Der Verein Pfotenhilfe Lochen klärt über die Vor- und Nachteile von Hundemänteln auf.

LOCHEN. Mäntel, Pullover, T-Shirts und Halstücher sind seit einigen Jahren auch bei Hunden sehr in Mode. Man erhält sie in allen Farben und Formen und gerade bei kleinen Hunden werden sie gerne als Mode-Accessoire verwendet - nicht immer zur Freude der Vierbeiner. Dabei können Hundemäntel auch Vorteile bringen. Dies aber nur, wenn der Mantel passt, der Hund an das Tragen gewöhnt wurde und er sinnvoll eingesetzt wird. Beispielsweise bei Hunden ohne die nötige Unterwolle sowie bei Hunden mit Problemen am Bewegungsapparat und kranken Hunden.

Hunde verbringen die meiste Zeit in beheizten Räumen. Dadurch bilden sie nicht mehr so viel Unterwolle wie zuvor. In der Regel können sich Hunde durch Bewegung ausreichend warm halten. „Wenn sie allerdings in langsamem Tempo an der Leine geführt werden, sehr jung oder sehr alt sind beziehungsweise öfter Pausen eingelegt werden, dann kann dies dazu führen, dass Hunde frieren“, erklärt Pfotenhilfe-Obfrau Johanna Stadler. In solchen Fällen kann ein Mantel Abhilfe schaffen. „Den meisten Hunden ist es angenehmer, wenn sie nicht mit den Pfoten hinein steigen müssen, sondern der Bauchteil mit Verschlüssen, wie ein Geschirr, links und rechts zugemacht werden kann.“ so Stadler. Es sollten die Vorderpfoten weit genug ausgeschnitten sein und der Mantel muss so angepasst werden, dass er auch im Traben und Laufen nicht verrutscht.

Während auf rein modische Accessoires wie bedruckte T-Shirts oder Pullover verzichtet werden kann, können funktionale Mäntel somit im Einzelfall durchaus ein Gewinn für Hunde sein.
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