12.01.2018, 11:27 Uhr

Ein elektronischer Blindenstock

BRAUNAU. Simon Angleitner, Franziska Ertl und Michael Zweimüller, Maturanten aus der HTL Braunau – Abteilung Elektronik und Technische Informatik, entwickeln gerade einen elektronischen Blindenstock, der sehbeeinträchtigte Menschen dabei unterstützt, sich auf unbekannten Routen besser zurechtzufinden.

„Unser elektronischer Blindenstock übernimmt ähnliche Funktionen wie ein Blindenhund. Er ist so konstruiert, dass ein Ball, der am Boden aufliegt, von drei Motoren angetrieben wird. In der Grundplatte, die sich über dem Ball befindet ist neben den Antriebsmotoren auch ein Computer montiert, der für die Steuerung zuständig ist. Am Antriebsmodul ist ein Stab montiert, an dem sich der Anwender festhält und so vom Blindenstock geführt werden kann“, erklärt Michael Zweimüller, der sich gerade intensiv mit den drei Antriebsmotoren auseinandersetzt.

„Unsere Vorrichtung funktioniert so, dass eine Betreuungsperson den zurückzulegenden Weg mit unserem Gerät abgeht. Dabei werden die entsprechenden GPS-Daten aufgezeichnet und die visuell beeinträchtigte Person kann dann selbständig diesen Weg zurücklegen. Wir haben auch noch zwei Ultraschallsensoren integriert, die zufällig auftretende Hindernisse erkennen und dafür sorgen, dass der elektronische Blindenstock anhält und durch Vibration des Stockes auf die Gefahr aufmerksam macht. Mit einem Joystick am Griff des Stabes kann dann unser Blindenstock frei gesteuert werden, bis die Sensoren nicht mehr ausschlagen“, erzählt Simon Angleitner.

„Unser elektronischer Blindenstock ist eine zweckmäßige Hilfe für den Alltag, die die Mobilität von Blinden oder schwer sehbehinderten Menschen deutlich erhöht und ihnen hilft, selbständig Tätigkeiten auszuüben. Wir sorgen mit unserer Software dafür, dass der elektronische Blindenstock eine ähnlich hohe Sicherheit gewährleistet wie ein Blindenhund und wir sind auf der Suche nach Unterstützung für eine markttaugliche Umsetzung unseres Prototypen“, sagt Franziska Ertl. „Dies ist der Hauptgrund, dass wir beim 120-Sekunden-Wettbewerb unsere Entwicklung vorstellen“.

Fotos: HTL Braunau

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