31.01.2012, 17:05 Uhr

Kosovo im Friedensbezirk

Schnaps und selbstgemachter Kartoffelkäse im Gruberhaus schmeckten den Gästen (v. li.): Margarete Heiligenbrunner, Baki Hoti, Cüneyd Ustaibo, Gerhard Haring und Benno Schinagl. (Foto: Seelentium)

Die unberührte Natur, kulturelle Kostbarkeiten und die Herzlichkeit der Bevölkerung – der Kosovo und Oberösterreich haben einiges gemeinsam.

BEZIRK (lenz). Auf Einladung der Friedensakademie, einer Einrichtung des oberösterreichischen Kameradschaftsbundes, besuchte eine Delegation aus dem Kosovo den Friedensbezirk Braunau. Cüneyd Ustaibo, Vizeminister für Tourismus und Handel, und Baki Hoti, Präsident des alternativen Tourismusverbandes, sammelten dabei Ideen für den Ausbau des Tourismus im Kosovo. Neben einem Rundgang im Schloss Ranshofen standen auch Besuche in Hochburg-Ach und Moosdorf auf dem Programm.

Zerstörung als Chance
Mit dem Wiederaufbau des vom Krieg gebeutelten Landes will man nun auch das touristische Angebot ausbauen. Die Zerstörung sehe man mittlerweile als Chance, so Baki Hoti: „Wir müssen zwar alles neu aufbauen, doch genau darin liegt unsere Chance. Unsere Hotels und Einrichtungen wurden erst gebaut und sind daher auf dem neuesten Stand.“ Vizeminister Ustaibo zeigte sich vom Engagement im Friedensbezirk Braunau beeindruckt, denn speziell im Kosovo ist Friede mehr als nur ein Schlagwort. In Moosdorf formten sie eigenhändig einen Friedensziegel für das Friedensdenkmal. „Die Idee ist großartig, denn die Gäste machen sich Gedanken zum Thema und kommen später wieder zurück, um ihren Ziegel, als Bestandteil eines stetig wachsenden Denkmals, wiederzufinden“, sagte der Vizeminister. Auch sie selbst würden gerne wiederkommen, so Ustaibo: „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung aus Österreich und hoffen mit unserem Tourismus in eure Fußstapfen treten zu können.“
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