Wien-Wahl 2020
Bezirkschef Hannes Derfler über seine Pläne für die Brigittenau

Bezirksvorsteher Hannes Derfler will den bisherigen Weg weitergehen. Er setzt sich etwa für den Erhalt des Lorenz-Böhler-Spitals oder mehr Öffis ein. | Foto: Kathrin Klemm
  • Bezirksvorsteher Hannes Derfler will den bisherigen Weg weitergehen. Er setzt sich etwa für den Erhalt des Lorenz-Böhler-Spitals oder mehr Öffis ein.
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Mit 45 Prozent ist die SPÖ klarer Wahlsieger der Brigittenau: Im bz-Interview verrät Bezirksvorsteher Hannes Derfler über seine Pläne für den 20. Bezirk.

BRIGITTENAU. Die Brigittenauer haben gewählt und ihre Stimme für die Zukunft des Zwanzigsten abgegeben. Auf Bezirksebene ist die SPÖ mit rund 45 Prozent klarer Erster – Hannes Derfler bleibt auch weiterhin Bezirksvorsteher der Brigittenau.

Im großen bz-Interview spricht der Bezirksvorsteher über das Wahlergebnis, die neue Zusammensetzung des Bezirksparlaments und seine Pläne und Ziele für die kommenden fünf Jahre. 

Die SPÖ hat an Stimmen zugelegt. Haben Sie mit diesem Wahlergebnis gerechnet?
HANNES DERFLER: Es ist ein vorweihnachtliches Geschenk. Ich habe es nicht erwartet und freue mich tatsächlich sehr über die drei Prozent mehr.

Der Posten Ihres Stellvertreters ist künftig grün und nicht mehr blau. Was bedeutet das für Sie?
Die Zusammenarbeit im Bezirk war immer sehr konsensual. Ich sehe keinen Grund, dass sich das ändern sollte. Ob mit Barbara Pickl als Bezirksvize etwas anders wird, kann ich noch nicht abschätzen. Aber wahrscheinlich werden sich die Themenschwerpunkte ändern.

Links, Bier, HC und SÖZ sind neu im Bezirksparlament. Was erwarten Sie?
Das Brigittenauer Bezirksparlament ist sehr bunt geworden. Es gibt viele neue Gesichter. Da wird es vielleicht mehr Redebedarf geben. Aber man wird sehen, wie es den kleinen Parteien geht. Denn was viele nicht bedenken: Kommunalpolitik ist der verlängerte Arm der Bevölkerung. Dabei ist permanentes Kompromissschließen nötig.

Wann trifft das neue Bezirksparlament aufeinander?
Ich versuche bald ein Treffen mit allen Parteien zu vereinbaren, um alles zu besprechen. Bei der Bezirksvertretungssitzung im November werden die Mandate schon neu verteilt sein.

Wie wollen Sie die Zukunft der Brigittenau gestalten?
Ich würde gerne den bisherigen Weg fortsetzen, weil er ein erfolgreicher war.

Welche Projekte liegen Ihnen besonders am Herzen?
Ein großes Projekt ist die Schulerweiterung in der Leystraße zu einem Bildungscampus. Auch der öffentliche Verkehr soll ausgebaut werden. Denn je mehr wir hier den Menschen bieten, desto mehr Möglichkeiten haben sie, sich alternativ fortzubewegen. Ein großes Projekt ist auch das Entwicklungsgebiet Nordwestbahnhof: Wird die Umweltverträglichkeitsprüfung im Herbst eingereicht, kann endlich etwas weitergehen. Wichtig ist auch der Erhalt des Lorenz-Böhler-Spitals, da werde ich mich massiv dafür einsetzen. Zudem muss für mehr Kassenärzte im Bezirk gesorgt werden. Ganz oben auf der Liste sind Hausärzte, gefolgt von Kinderärzten sowie Fachärzten im radiologischen Bereich. Gute medizinische Versorgung sollte nicht nur mit Geld, also für Privatpatienten, möglich sein.

Mit Alexander Nikolai hat nun auch die angrenzende Leopoldstadt einen roten Bezirkschef. Hat das Auswirkungen auf Ihre Arbeit?
Das ist eine gute Nachricht und ich hoffe auf eine engere Zusammenarbeit. Wichtige bezirksübergreifende Projekte sind etwa der geplante Mistplatz in der Innstraße oder die neue Straßenbahnlinie 12.

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