13.02.2018, 22:08 Uhr

Profi-Betrüger in Haft

Der einschlägig Vorbestrafte wurde in Pama verhaftet. (Foto: mr)

Leserin erkannte "Geschäftspartner" in den Bezirksblättern, der wurde per Haftbefehl bereits gesucht.

NEUSIEDL/BRUCK. Anfang Oktober vergangenen Jahres erreichte die Redaktion das Mail von Marianne M. aus Bruck. Darin wurden wir um weiterführende Informationen zu einem in den Bezirksblättern Bruck erschienenen Artikel gebeten.

Betrug am Bau

"Mein Lebensgefährte ist Inhaber einer Baufirma und hat mit diesem Mann neuerdings wegen einer Baustelle zu tun. Er hat sich zwischen Bauherren und uns als Baufirma zwischengeschaltet und zugesagt, er würde die von uns durchgeführten Arbeiten mit dem Geld, das er vom Bauherren vorgestreckt bekam, bezahlen. Bis heute haben wir kein Geld gesehen. Er schuldet unserem Unternehmen bereits zigtausende Euro", so die Frau bei einem später stattgefundenen persönlichen Gespräch.

13 einschlägige Vorstrafen

Der Artikel war schnell gefunden, einige Hintergrundinfos ebenso. Mit denen marschierte Marianne M. Anfang November zur Polizei. "Tatsächlich handelte es sich um einen dicken Fisch, mein Lebensgefährte hatte mit dem größten Betrüger Ostösterreichs zu tun. Der 62-jährige Österreicher wurde wegen gewerbsmäßigen schweren Betruges mit Haftbefehl gesucht. Bis dahin hatte er aber bereits 37.500 Euro Schulden bei uns. Das ist für uns existenzbedrohend!"

Verhaftung in Pama

Marianne M. ließ nicht locker und informierte laufend die Polizei, wo sich der Betrüger aufhielt, bis schließlich am 7. Februar in Pama (Bezirk Neusiedl) die Handschellen für den Mann klickten. "Dort war er gerade dabei, einer Frau 30.000 Euro für unvollständig ausgeführte Bauarbeiten abzuknöpfen. Er hat uns um 37.500 Euro betrogen, er hat den Bauherren von uns um 275.000 Euro betrogen und bei der Frau in Pama kam die Polizei gerade recht", ist Marianne erleichtert, dass der Mann bei einer Verkehrskontrolle gefasst wurde, und trotzdem, "das Zittern geht weiter. Die Konten wurden eingefroren, aber ob unser Schaden wieder gutgemacht wird, ist leider fraglich."
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