Strukturfonds 2026
Burgenländische Gemeinden erhalten 11,1 Millionen Euro
- Mit den Zuweisungen aus dem Strukturfonds sollen die kommunalen Leistungen für Bürgerinnen und Bürger gesichert werden.
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Im Jahr 2026 werden laut GVV Burgenland 122 burgenländische Gemeinden insgesamt 11,083 Millionen Euro aus dem Strukturfonds erhalten, das sind um rund eine halbe Million Euro mehr. Der Fonds, der seit 2017 auf Initiative des GVV Burgenland im Finanzausgleichsgesetz verankert ist, unterstützt gezielt strukturschwache Gemeinden.
BURGENLAND/NEUTAL. Im Vergleich zum Bevölkerungsanteil des Burgenlands von 3,28 Prozent macht der Anteil am Strukturfonds von 9,24 Prozent deutlich, dass die Region überdurchschnittlich profitiert. Gleichzeitig verweist der GVV-Präsident Erich Trummer aus Neutal, auf das anhaltende West-Ost-Gefälle und die Benachteiligung burgenländischer Gemeinden im Finanzausgleich.
Diese Woche hat das Bundesministerium für Finanzen die aktuelle Prognose der gemeindeweisen Finanzzuweisungen für 2026 übermittelt. Seit Einführung des Fonds sind bereits rund 65 Millionen Euro an burgenländische Gemeinden geflossen. Durch erfolgreiche Verhandlungen im Finanzausgleich konnte der Fonds österreichweit von 60 auf 120 Millionen Euro verdoppelt werden.
- GVV-Präsident Erich Trummer betont die Bedeutung des Strukturfonds für die burgenländischen Gemeinden.
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Erhöhung der Gesamtausschüttung
Die Zahl der geförderten Gemeinden steigt von 113 auf 122, was eine Erhöhung der Gesamtausschüttung um mehr als eine halbe Million Euro bedeutet. Für Trummer zeigt dies, dass die strukturellen Unterschiede im Finanzausgleich weiterhin bestehen. Im Durchschnitt ist ein Einwohner einer vergleichbaren Gemeinde im Burgenland etwa ein Drittel weniger wert als in westlichen Bundesländern.
„Die burgenländischen Gemeinden profitieren überdurchschnittlich vom Strukturfonds. Gleichzeitig zeigt dies, dass kleinstrukturierte Gemeinden weiterhin benachteiligt sind“, betont Trummer. Angesichts der angespannten Finanzlage fordert der GVV Burgenland dringende Maßnahmen vom Bund, um die finanzielle Ausstattung der Gemeinden sicherzustellen und durch nachhaltige Strukturreformen zu ergänzen. Nur so können die Kommunen ihre Aufgaben im vollen Umfang erfüllen.
- Die finanziellen Mittel aus dem Strukturfonds 2026 unterstützen insgesamt 122 burgenländische Gemeinden.
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Valorisierung der Grundsteuer
Ein erster Schritt aus Sicht des GVV ist die längst überfällige Valorisierung der Grundsteuer, die seit 40 Jahren unverändert bleibt. Trummer fordert faire Rahmenbedingungen gemäß der Finanzverfassung, damit die Leistungen der Gemeinden für die Bürgerinnen und Bürger langfristig gesichert werden.
Der GVV Burgenland setzt seit Jahren auf sachliche Arbeit und kontinuierliche Verhandlungen, um die Interessen der Kommunen auf allen Ebenen zu vertreten. Gerade in Zeiten angespannter Gemeindefinanzen sei dies besonders wichtig, betont Trummer.
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