Neue Arbeitsstiftung im Burgenland
Hilfe für von Insolvenzen betroffene Arbeitnehmer

Präsentierten die Insolvenz-Arbeitsstiftung: AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl, LH Hans Peter Doskozil und LR Leonhard Schneemann
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  • hochgeladen von Christian Uchann

LH Hans Peter Doskozil und LR Leonhard Schneemann präsentierten eine Insolvenzstiftung, die sich an direkt oder indirekt von der Commerzialbank-Pleite betroffene Mitarbeiter wendet. Sie steht aber auch für Beschäftigte anderer Betriebe offen, die in Folge der Corona-Krise von einer Insolvenz betroffen sind.

BURGENLAND. „Wir wollen allen Menschen, die durch diese Anlassfälle von Arbeitslosigkeit betroffen sind, eine Perspektive geben“, so der Landeshauptmann und erläuterte im Detail: „Die Kosten liegen bei rund 700.000 Euro, wovon Land und AMS jeweils die Hälfte übernehmen. Sowohl in Bezug auf die Kosten als auch auf die Dauer ist diese Arbeitsstiftung so angelegt, dass sie erweitert werden kann.“

Umschulung und Weiterbildung

„Mit der Arbeitsstiftung geben wir diesen Menschen die Möglichkeit, dass sie Umschulungen sowie Aus- und Weiterbildungen machen können. Die Teilnahme an der Stiftung ist freiwillig“, erklärte der im Burgenland für Arbeitsmarkt zuständige Landesrat Leonhard Schneemann.

Stiftungsarbeitslosengeld

Konkret stehen den Teilnehmern während der gesamten Dauer Trainer zur Verfügung, die bei der aktiven Arbeitssuche und der Organisation der geplanten Aus- und Weiterbildung unterstützen. Anfallende Ausbildungskosten werden nach Aufnahme in die Stiftung übernommen und darüber hinaus erhält jeder Teilnehmer ein Stiftungsarbeitslosengeld.

Drei Phase

Die Maßnahmen in der Stiftung sind in drei Phasen aufgeteilt. Phase 1 umfasst eine berufliche Neuorientierung sowie die Erstellung eines Maßnahmenplanes. In Phase 2 wird mit den Qualifizierungsmaßnahmen, konkret Aus- und Weiterbildung sowie mögliches Berufspraktikum, gestartet. In der letzten Phase erfolgt die Vermittlung in den Arbeitsmarkt.

„Mit der neuen Stiftung sind wir flexibel“

AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl betonte bei der Präsentation der neuen Stiftung: „Es ist ganz wichtig, dass wir im Bundesland was tun, wo wir eine politische und arbeitspolitische Antwort haben auf Insolvenzen, die kommen werden. Die Betriebe bekommen jetzt noch Sozialversicherungsbeiträge und Steuern gestundet. Wenn dies ein Ende hat, rechnen wir mit weiteren Insolvenzen. Mit der neuen Stiftung sind wir ganz flexibel. Der Beirat muss beschließen, dass ein weiteres Unternehmen in die Stiftung aufgenommen wird und bereits am nächsten Tag können die Leute in die Stiftung eintreten und eine individuelle Beratung bekommen.

Anträge ab 2021

Die Arbeitsstiftung wird für 100 Personen konzipiert, der Startschuss der Stiftung ist für Anfang 2021 geplant und hat eine maximale Dauer pro Teilnehmer von vier Jahren. Weitere Informationen dazu werden in den nächsten Wochen auf der Homepage des Landes zur Verfügung gestellt.

FPÖ: „Almosenpolitik“

Kritik an der Arbeitsstiftung kommt von FPÖ-Wirtschaftssprecher Alexander Petschnig. „Während im benachbarten Niederösterreich unlängst ein hunderte Millionen Euro schweres Konjunkturpaket zur Sicherung von Betrieben und Arbeitsplätzen beschlossen wurde, verlegt sich die burgenländische Landesregierung ganz auf Almosenpolitik. Anstatt auch hierzulande - wie von uns seit Monaten gefordert - unsere von Corona-Krise und Bankenpleite schwer getroffenen Betriebe zu unterstützen und tausende Arbeitsplätze zu sichern, heben Doskozil und Schneemann mit viel Trara eine Mini-Stiftung aus der Taufe und nehmen die Vernichtung ungezählter Arbeitsplätze achselzuckend zur Kenntnis“, so Petschnig.

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