Trauer um Paul Gludovatz
Burgenländische Trainer-Legende im Alter von 75 Jahren verstorben
- Der Eberauer (Bezirk Güssing) war vor allem als Nachwuchs-Nationalteam-Trainer erfolgreich.
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Der ehemalige Trainer und Betreuer des ÖFB-Nachwuchsteams ist in der Nacht auf Samstag im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Corona-Erkrankung verstorben.
EBERAU. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil zeigt sich über das Ableben der burgenländischen Trainer-Legende Paul Gludovatz tief betroffen. Paul Gudovatz habe den österreichischen Fußball geprägt – als langjähriger ÖFB-Nachwuchstrainer ebenso wie im Klubfußball.
„Eine Ausnahmepersönlichkeit“
„Vor allem war Paul Gludovatz eine Ausnahmepersönlichkeit, ein großer Burgenländer, der sich nicht nur durch sportliche Erfolge größtes Ansehen erworben hat, sondern auch durch seine menschlichen Qualitäten“, so Doskozil.
Sozial engagiert
Gludovatz habe sich stets als „begeisterter Burgenländer, der auch sozial sehr engagiert war“ gezeigt: „Er ist für sein Heimatbundesland immer zur Verfügung gestanden, wenn es ihn gebraucht hat.“ Zuletzt fungierte Gludovatz auch im Expertenbeirat für das Jubiläum „100 Jahre Burgenland“.
„Er wird uns fehlen“
„Paul Gludovatz wird uns fehlen, sein Ableben bedeutet einen unersetzlichen Verlust. Mein Mitgefühl und meine Anteilnahme gelten in diesen schweren Stunden der Trauer der Familie von Paul Gludovatz“, so der Landeshauptmann.
Auch Sportlandesrat Heinrich Dorner zeigt sich tief betroffen über das Ableben von Paul Gludovatz. „Mit Paul Gludovatz verliert der österreichische Fußball eine der prägendsten Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte.
- Paul Gludovatz mit LH Hans Peter Doskozil und dessen Lebensgefährtin Lebensgefährtin Julia Jurtschak.
- Foto: Strini
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Die Trainer-Karriere
Paul Gludovatz begann 1981 seine Tätigkeit im Nachwuchsbereich des ÖFB und war 27 Jahre dort tätig. Der Eberauer konnte eine Vielzahl an Erfolgen mit rot-weiß-roten Nachwuchskickern erringen. Einer der Höhepunkte war sicher das Erreichen des Halbfinales mit der U20 in Kanada 2007. Gludovatz war zudem bei vier Länderspielen als interimistischer Teamchef des Frauen-Nationalteams (1991/92, 2000) im Einsatz.
Aber auch als Bundesligatrainer war Gludovatz erfolgreich bei Sturm Graz, Ried und Hartberg im Einsatz. Hervorstechend war unter anderem 2011 der Pokalsieg mit dem SV Ried. 2015 kehrte er ins Burgenland zurück.
„Herausragende menschliche Qualitäten“
„Paul Gludovatz war aufgrund seiner Erfolge ein Aushängeschild des burgenländischen Fußballs. Er verfügte aber nicht nur über sportliche, sondern vor allem über herausragende menschliche Qualitäten und war außerordentlich beliebt. Sein Tod ist ein schwerer Verlust für das gesamte Burgenland. Meine ganze Anteilnahme gilt in diesen schweren Stunden seiner Familie“, betont LR Heinrich Dorner.
„Dieser Verlust trifft die gesamte Region“
„Paul Gludovatz war über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Seine menschliche Art als Fußballer, Trainer und Lehrer haben wir alle sehr geschätzt, umso mehr trifft dieser Verlust unsere gesamte Region“, so Landtagsabgeordneter und ÖVP-Bezirksparteiobmann Walter Temmel.
„War der Gemeinde Eberau immer verbunden“
Der Eberauer Bürgermeister Johann Weber betont: „Mit Paul Gludovatz verliert die Gemeinde Eberau einen geschätzten Mitbürger. Sein Wissen und seine Erfahrung als Trainer konnte er nicht nur auf nationaler und internationaler Bühne einbringen, auch in der Gemeinde war er dem Fußball und dem SV Eberau immer verbunden.“
„Unser Mitgefühl gehört in diesen Stunden seiner Gattin Ida „Susi“ Gludovatz und der ganzen Familie“, so Temmel und Weber in einer Aussendung..
Trainerkarriere begann in Oberwart
Seine Trainerkarriere begann der Eberauer in Oberwart, wo er auch im Amateurbereich als Spieler tätig war. „Die SV Klöcher Bau Oberwart trauert um einen weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannten und anerkannten Fußballfachmann, dessen Karriere in Oberwart seinen Anfang genommen hat. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, der wir ins diesen schweren Stunden viel Kraft wünschen. Die SV Oberwart wird Paul Gludovatz immer ein ehrendes Andenken bewahren", so SVO-Obm. Gerhard Horn.
Niessl: „Habe seine menschliche, südburgenländische Art geschätzt“
Erschüttert von der Nachricht des Ablebens von Paul Gludovatz zeigte sich auch Sport Austria-Präsident und Ex-Landeshauptmann Hans Niessl, den mit dem Südburgenländer eine langjährige Freundschaft verband. „Gerne erinnere ich mich an die Zeit zurück, als wir gemeinsam die Trainer-Ausbildung, dann auch die Lizenz-Trainer-Ausbildung in Lindabrunn absolviert haben. Bei unseren vielen Treffen habe ich immer seine exakten Analysen und seine freundliche, menschliche, südburgenländische Art geschätzt. Mit Paul Gludovatz ist ein großer Vordenker des Trainerberufs von uns gegangen. Die österreichische Sport-Familie wird ihn stets in lebendiger und ehrender Erinnerung behalten“, so Niessl.
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