Commerzialbank
Auch Pucher will wissen, wo die fehlenden Millionen sind
- „Es gibt einen dunklen Bereich, alles war ich nicht“, sagt Martin Pucher im U-Ausschuss.
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Im Commerzialbank-Skandal bleibt auch nach der Befragung von Ex-Bankchef Martin Pucher der Verbleib von rund 99 Millionen Euro unklar.
BURGENLAND. „Wohin sind die vielen Millionen hingekommen. Können Sie uns darüber Auskunft geben?“, fragte Ewald Schnecker im Untersuchungsausschuss den Ex-Bankenchef Martin Pucher. Der SPÖ-Abgeordnete bezog sich mit dieser Frage auf Berichte des Masseverwalters, wonach von 99 Millionen Euro noch jede Spur fehle.
Ein „dunkler Bereich“
Pucher führte dazu aus, dass er selber gerne wissen will, wo gewisse Teile dieser Summe hingekommen sind. Ihm erscheint dieser Betrag viel zu hoch. „Wir haben die Bankguthaben gefälscht und Fake-Kredite in die Bücher genommen. Ich will auch die Verantwortung übernehmen für alles, was ich zu verantworten habe. Aber nicht für das, was ich nicht gemacht habe. Es gibt noch einen dunklen Bereich, und ich hoffe, der kommt raus im Zuge der Ermittlungen.“
- Pucher-Anwalt Norbert Wess stellte sich nach der Pucher--Befragung im U-Ausschuss den Fragen der Journalisten.
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„Vielleicht hat es das Geld gar nicht gegeben“
Zu den fehlenden Millionen äußerte sich nach der Pucher-Befragung auch dessen Anwalt Norbert Wess. „Es kann sein, dass es dieses Geld – so absurd es auch klingen mag – gar nicht gegeben hat, weil es auch nur fiktiv in die Bilanz genommen worden ist, um eben die Kriterien über die Jahre zu erfüllen. Es kann aber auch sein, dass man hier schlichtweg noch gewisse Bereiche nicht allumfassend gefunden hat.“
Wess wies auch auf die Geschenkepraxis des ehemaligen Commerzialbankchefs hin, wonach Bürgermeister in Filialgemeinden zu runden Geburtstagen Edelmetall-Plättchen erhielten.
Video: Statement von Pucher-Anwalt Wess
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