Erste Bilanz
Burgenlands Handel mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden
- Während an den ersten Adventsamstagen vielfach noch gustiert und verglichen wurde, verlagerte sich der Fokus mit zunehmender Nähe zum Fest klar hin zum gezielten Einkauf.
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Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen fällt die Bilanz des burgenländischen Handels zum Weihnachtsgeschäft 2025 insgesamt zufriedenstellend aus, wie die Wirtschaftskammer am Montag mitteilte. Die Umsätze bewegen sich auf stabilem Niveau. Besonders gefragt waren Gutscheine, Spielwaren sowie Bekleidung. Regionalität und persönliche Beratung bleiben zentrale Kaufmotive.
EISENSTADT. Laut einer Erhebung der KMU Forschung Austria kaufen 89 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer ab 15 Jahren Weihnachtsgeschenke. Bei den beliebtesten Weihnachtsgeschenken liegen Gutscheine auch 2025 an erster Stelle: 35 Prozent der Befragten greifen hier zu, dahinter folgen Spielwaren (31 Prozent), Bekleidung und Textilien (28 Prozent) sowie Kosmetika (26 Prozent). Auch Bargeld (25 Prozent) und Bücher (19 Prozent) finden sich häufig unter dem Christbaum.
Sieben Geschenke um 335 Euro
Statistisch gesehen verschenkt jede Burgenländerin und jeder Burgenländer rund sieben Geschenke. Die dafür geplanten Ausgaben liegen im Jahr 2025 bei durchschnittlich rund 335 Euro pro schenkende Person. Damit liegt das Budget etwas unter dem sehr hohen Niveau des Vorjahres, bleibt aber insgesamt auf stabilem Niveau. In Summe ergeben sich für den burgenländischen Einzelhandel laut KMU-Studie Weihnachtsausgaben von rund 80 Millionen Euro.
- Statistisch gesehen verschenkt jede Burgenländerin und jeder Burgenländer rund sieben Geschenke.
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Stationärer Handel bleibt wichtig – Onlinehandel etabliert
Der Großteil der Geschenke wird weiterhin im stationären Handel gekauft, auch wenn der Onlinehandel längst fixer Bestandteil des Weihnachtsgeschäfts ist. Rund 53 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer bestellen zumindest einen Teil ihrer Weihnachtsgeschenke im Internet. Gleichzeitig zeigt sich ein klarer Trend zur Nähe: Mehr als jeder Dritte kauft heuer verstärkt in Geschäften in der eigenen Umgebung ein, rund jede bzw. jeder Sechste legt besonderen Wert auf regionale Produkte.
Einkaufssamstage mit solider Frequenz
Die Weihnachtseinkaufssamstage zeigten ein differenziertes Bild. Trotz nicht immer einladender Wetterbedingungen wurden Einkaufszentren, Fachmarktzentren und viele Ortskerne gut frequentiert. Während an den ersten Adventsamstagen vielfach noch gustiert und verglichen wurde, verlagerte sich der Fokus mit zunehmender Nähe zum Fest klar hin zum gezielten Einkauf.
- Spartenobmann Alexander Fischer: „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie wichtig Vertrauen, Regionalität und persönliche Beratung sind.“
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„Wir sehen, dass viele Kundinnen und Kunden gut vorbereitet sind, konkrete Geschenkideen haben und bewusst einkaufen“, fasst Spartenobmann Alexander Fischer zusammen.
Weihnachtsgeschäft geht in die Verlängerung
Nach dem 24. Dezember ist das Weihnachtsgeschäft noch nicht abgeschlossen: Gutschein-Einlösungen, Umtausch sowie der Abverkauf sorgen traditionell auch zwischen den Feiertagen für gute Frequenz in den Geschäften. Zusätzlich bringt der Jahreswechsel – insbesondere im Lebensmittelhandel und bei Silvesterartikeln – weitere Umsatzimpulse.
Das vorläufige Fazit: Das Weihnachtsgeschäft 2025 zeigt sich insgesamt stabil und gibt dem burgenländischen Handel Zuversicht – auch wenn die endgültige Abrechnung wie immer erst nach dem Fest erfolgt.
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