Ein Gespür für Farben

Küchenchef Peter Zweimüller legt bei den Lehrlingen Wert auf Kopfrechnen.
  • Küchenchef Peter Zweimüller legt bei den Lehrlingen Wert auf Kopfrechnen.
  • Foto: Gasthaus Zweimüller
  • hochgeladen von Florian Uibner

BEZIRK (fui). Im Fernsehen sieht das immer recht einfach aus: Wenn die Fernsehköche durchs Studio flitzen, ein paar Zutaten in die Pfanne werfen und bis zum ersten Werbeblock schon ein mehrgängiges Menü gezaubert haben. Doch der Beruf des Kochs ist ein anstrengender und verlangt weit mehr als nur guten Geschmack und die richtigen Gewürze. Das weiß auch Peter Zweimüller, der den Gasthof Zweimüller in Grieskirchen in fünfter Generation führt und gleichzeitig Küchenchef ist: "Wer eine Karriere in der Küche anstrebt, sollte auf jeden Fall einiges an Kreativität mitbringen und ein Gespür für Farben und Kombinationen haben", erklärt Zweimüller. Naturgemäß wird sehr oft an den Abenden und am Wochenende gearbeitet. Ein Koch sollte also auch die Bereitschaft mitbringen, zu diesen Zeiten zu arbeiten.

"Lehrlinge trainieren"

"Extrem wichtig ist auch das Kopfrechnen", so der Küchenchef, "gerade bei Jugendlichen stellen wir da Defizite fest. Darum fordern wir unsere Lehrlinge auf, das im Berufsalltag zu üben, und legen Wert darauf, dass sie das trainieren." Überhaupt wird im Beruf als Koch viel gerechnet: Beim Erstellen von Rezepturen und auch im Personalmanagement müssen Kosten sehr genau abgeschätzt werden. Die nötigen Kenntnisse dazu werden unter anderem in der Lehre vermittelt. Darüber hinaus gibt es laufend Weiterbildungskurse, etwa im Bereich des Personalmanagements. "Die meisten Köche ergriffen den Lehrberuf, Quereinsteiger gibt es eigentlich kaum. Ergänzt wird das Wissen durch verschiedene Kurse, aber das meiste ist learning on the job. Auch beim Küchenchef oder Kollegen kann man sich einiges abschauen und lernt mit der Zeit viel dazu", so Zweimüller. Wie anderen Branchen fehlt es der Gastronomie ebenfalls an Nachwuchs: "Wir haben keine eklatanten Probleme damit, junge Menschen für den Beruf zu begeistern, aber sicherlich auch keinen Überschuss an Nachwuchs."

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