Mit der Kamera auf Reisen

Kuta Beach, Bali, aufgenommen mit Lochkamera
15Bilder

Die Ferienzeit steht unmittelbar vor der Tür und damit auch die Hauptreisezeit. Für viele Leute sind Reise und Fotografie eng miteinander verbunden. Aus diesem Grund werde ich auch immer um Tipps zur Fotografie auf Reisen gefragt. Klar, ich war früher viel in der Welt unterwegs und habe zahlreiche Reisereportagen fotografiert. Eine kleine und kompakte Ausrüstung war für mich von Anfang an wichtig. Dadurch ist man beweglicher, ermüdet nicht so schnell, hat bei Flugreisen wenige Probleme. Zudem erweckt man nicht den Eindruck „professionell“ zu sein, was generell viele Vorteile bringt.

Bei meinen ersten Reisen in den 90er Jahren hatte ich noch relativ viel Gepäck mit, reiste teilweise mit zwei Kameragehäusen und schweren Objektiven. Die Fotografie auf Reisen hatte damals einen stärkeren kommerziellen Hintergrund als heute. Ich hatte ein Stativ, Brennweiten bis 300mm und eine Tasche voller Filme mit im Gepäck. Auf jeder folgenden Reise verzichtete ich auf das eine oder andere Teil. Nach Einführung der Digitalfotografie wurden auch die Filme obsoleth.
Je weniger ich dabei hatte, desto mehr konnte ich mich auf die Suche nach Motiven und auf die Geschichte an sich konzentrieren.

Mittlerweile ist auf Reisen nur mehr eine Kompaktkamera mit ein paar Akkus dabei, seit einigen Jahren auch wieder eine analoge Kamera, mit der ich Dias aufnehme. Meine Ausrüstung findet in einer kleinen Tasche Platz, ist unauffällig und leicht.

Vielleicht an dieser Stelle noch ein paar Erfahrungen, die ich im Laufe der Jahre auf meinen Reisen gemacht habe:

Ich war früher schon immer sehr individuell unterwegs, zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Moped. Das Gepäck ist bei dieser Art des Reisens beschränkt. Jedes unnötige Teil stört und mindert das Reiseerlebnis.

Auf Flughäfen wurden die Gepäckskontrollen in den letzten Jahren verstärkt, Gepäckstücke wie Stative oder grosse Teleobjektive gelten vielerorts bereits als "gefährlich" und dürfen nicht in die Kabine mitgenommen werden. Der Trend geht eher in eine Verschärfung dieser Richtlinien. Ausserhalb Europas ist man zusätzlich einer gewissen Willkür ausgeliefert. Man kann nicht immer sicher sein, ob man die ganze Ausrüstung in die Kabine mitnehmen darf. Wer schon einmal gesehen hat, wie mit dem Fluggepäck umgegangen wird, weiss, dass ein Aufgeben der Fotoausrüstung im Fluggepäck ein Risiko darstellt.
Im Klartext heisst das, dass man nur so viel an Fotoausrüstung mitnehmen soll, wie man wirklich im Handgepäck verstauen kann. Alles andere kann zu unliebsamen Überraschungen führen.

Eine grosse Ausrüstung ist generell auffällig. Stative oder Blitze sind in vielen touristischen Einrichtungen ohnehin verboten oder verpönt. Manchmal wird auch ein spezieller Aufschlag verrechnet, wenn man "professionell" fotografieren will. Mit einer überschaubaren Ausrüstung oder eine Kompaktkamera hat man hingegen selten Probleme.

Wer weniger schleppt, hält länger durch. So logisch das ist, viele wollen es nicht wahrhaben. Mir begegnen immer wieder abgekämpfte Touristen, egal ob in der Stadt oder in der Natur. gerade in tropischen Ländern setzt die Schlepperei vielen zu. Ausgelaugt und verschwitzt vergeht einem schnell die Freude am Fotografieren und viele lassen die Ausrüstung bereits nach wenigen Tagen im Hotel zurück, weil sie der Schlepperei müde sind.

Je umfangreicher die Ausrüstung, desto mehr kann auch kaputt werden. Unterschiedliche Akkus, eine Vielfalt von Speicherkarten, Ladekabel,....im Urlaub passiert es schnell, dass man etwas verliert, dass etwas nicht auffindbar ist oder kaputt geht. Ein eingeklemmtes Ladekabel kann eine ganze Ausrüstung ausser Gefecht setzen, Ersatz ist in fernen Ländern oft schwer zu beschaffen.
Fotoausrüstungen stellen einen gewissen Wert dar. Diesen Wert mit sich herumzuschleppen, führt immer wieder zu Problemen. Versicherungen helfen im Falle eine Diebstahls oder eines Verlustes nur bedingt weiter. Sie ersetzen zwar den Zeitwert, im Urlaub sind aber Scherereien nicht zu vermeiden.

In der folgenden Bildergalerie sind Bilder, die ich mit relativ einfachen Mitteln auf Reisen aufgenommen habe.

Eine umfangreichere Abhandlung des Themas gibt es HIER:

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