Umweg Himberger Straße: Anrainer leiden unter Verkehrshölle

Die Umfahrung stammt aus einem UVP-Verfahren, verursacht aber eine zusätzliche Belastung für die Anrainer.
  • Die Umfahrung stammt aus einem UVP-Verfahren, verursacht aber eine zusätzliche Belastung für die Anrainer.
  • Foto: Grafik: APA/Retter
  • hochgeladen von Karl Pufler

(tom/kp). Mehr Verkehr, unnötiger Zickzack-Umweg, steigende Abgasbelastung und vor allem eine schiefe Optik: Die aus einer Umweltverträglichkeitsprüfung hervorgegangene Spange Rothneusiedl verärgert die Autofahrer und Anrainer.

Grund der Aufregung: Wer von Oberlaa nach Leopoldsdorf oder retour fahren möchte, kann dies nicht mehr durchgehend entlang der Leopoldsdorfer Straße. Angesagt ist ein Umweg über die Himberger Straße und die Spange Rothneusiedl.

Belastung für die Umwelt

Die direkte Verbindung ist für Einsatzfahrzeuge, Öffis, Radler und landwirtschaftliche Geräte reserviert. Zu wenig, so etwa Rudi Wieselthaler: "Wenn ich meine Felder mit dem Auto oder dem Moped kontrollieren möchte, muss ich einen Riesenumweg fahren. Das ist nicht sinnvoll und umweltfeindlich."

Nikolaus Authried, Jurist vom ÖAMTC: "Es gibt bei Straßenprojekten wie der Spange Rothneusiedl immer regelmäßige Sitzungen mit zuständigen Behörden. Die Umfahrung an sich war anfangs ja sinnvoll. Autofahrer aus Wien sollten nicht mehr den Umweg über Leopoldsdorf zur S1-Abfahrt Rothneusiedl machen müssen. Die Sperre muss wieder aufgehoben werden."

Für andere Lösung offen

Seit der Sperre werden die Proteste in Leopoldsdorf und Favoriten immer lauter. Der Leopoldsdorfer Bürgermeister Fritz Blasnek, der ebenfalls mit den Beschwerden konfrontiert ist: "Wenn es eine bessere Lösung gibt, bin ich für alles offen. Ursprüngliche Idee war eigentlich, dass die Autofahrer die S1 für Wege ins Umland nutzen."

Die Autofahrer, die von der stark befahrenen Laaer-Berg-Straße in den Süden wollen, meiden jedoch den nicht unkomplizierten Umfahrungszirkus. Und die Leopoldsdorfer, die nach Wien fahren, belasten die eigenen Nachbarn unfreiwillig durch die verunglückte Spangenlösung. Mit der Verlängerung der U1 bis zur Therme diesen September befürchten die Anrainer, dass die Situation eskaliert.

Öffnung wird geprüft

Die Favoritner Bezirksvertretung hat eine einstimmige Resolution gefasst: "Die zuständigen Dienststellen müssen jetzt feststellen, ob eine Wiederöffnung der Brücke über die S1 möglich ist", so Gerhard Blöschl, Vorsitzender der Verkehrskommission Favoriten, der darauf verweist, dass die Sperre vor einem Jahrzehnt von den Leopoldsdorfern gefordert wurde.

Gewünscht ist eine Öffnung der Brücke für den Anrainerverkehr. Als Auffahrt zur S1 soll aber weiterhin alleine die Spange Rothneusiedl dienen. Ein Ergebnis könnte im Frühjahr vorliegen.

Autor:

Karl Pufler aus Favoriten

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