Reisen
Kurzvisite in der Budapester Oper
- hochgeladen von Elisabeth Anna Waldmann
Die Blitzvisite lohnt sich, wenngleich die Stadt noch viel mehr zu bieten hat.
Die Oper wurde 1884 von Franz Josef I. eröffnet. Seine Bedingung war, dass dieses Haus kleiner sein soll als die Wiener Oper. Er hat aber vergessen, dazu zu sagen, das es nicht schöner werden soll... Heißt es.
Die Planung begann bereits 1872.
Der Bau ist im neorenaissance Stil, barock geschmückt, überhaupt im prachtvollen Stilmix des 19.Jh.-s. Gustav Mahler war hier 3 Jahre lang Direktor und Puccini hat 2x eigene Werke inszeniert und dirigiert. - Im 20.Jh. wirkten hier u.a. länger die Dirigenten Klemperer und Gardelli. Die berühmteste Ballerina (primaballerina assoluta) des Hauses war Melinda Ottrubay, die spätere Fürstin Esterházy.
In mehreren prachtvollen Nebenräumen gibt es Ausstellungen, so zeigt man aus der Requisitenkammer originalgetreue Kopien von diversen Königskronen...
Im 2. Weltkrieg wurden wesentliche Teile ds Hauses zerstört und 83 jüdische KünstlerInnen entlassen, verfolgt und nach Auschwitz in den Tod deportiert. Vor dem Haus gibt es jetzt Stolpersteine zur Erinnerung: ein Harfenist, Erzeuger feinster ätherischer Musik, Gyula Revere, wurde vor dem Gebäude totgetreten. Totgetreten.
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