Bestes Wasser für erstklassigen Edelbrand

Dass man beim Schnapsbrennen auch das richtige Wasser benötigt, weiß Gerhard Köck. Er holt Wasser von der Hochrindl
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POLLENITZ (fri). Wasser ist nicht gleich Wasser. Schon gar nicht, wenn es darum geht Wasser mit perfekter Qualität für das Schnapsbrennen zu finden. Seit 2000 stellt Gerhard Köck Edelbrände her. Seit 2001 holt er sich dafür das Quellwasser von der Hochrindl. "Wenn man mit dem Brennen beginnt, dann muss man, wie bei allem, Erfahrungen sammeln", schildert Köck.

Wasser als Partner

Dass das verwendete Wasser dabei eine sehr relevante Rolle spielt, war dem Schnapsbrenner und Winzer immer schon klar. "Das Wasser darf nicht zu hart sein und soll keine Mineralstoffe enthalten, da sich das sonst auf die Qualität der Brandes negativ auswirkt."
Wasser, so erklärt der Experte, wird mit dem Brand verehelicht, um den Alkoholgehalt des Destillates herabzusetzen.
Köck stellt seine Brände aus Obst – Zwetschke, Birne, alter Apfel, Marille, ... – her. Neu ist sein Weinbrand, der aus gebranntem Wein hergestellt wird, und einige Monate im Eichenfass lagert. "Dieses edle Destillat gibt es nur bei ausgesuchten Gastronomen sowie direkt bei uns."

Lange Tradition

Das Schnapsbrennen selbst hat in der Familie Köck schon eine lange Tradition. Schon der Großvater von Gerhard Köck verwertete das Obst in dieser Form. "Friedrich Scheiber pflanzte zu Lebzeiten sehr viele Obstbäume, welche er auch selbst veredelte. Aus dieser Zeit finden wir auch heute noch Apfelbäume mit vier, fünf Sorten an einem Baum als Tafelobst", sagt Köck. Hauptsächlich wurden die Kärntner Hauszwetschke und diverse Apfel- und Birnensorten gepflanzt. Am Stallgebäude, geschützt vor zu viel Regen, stehen heute sehr große Marillenbäume.

Erfahrung gesammelt

Gebrannt wurde mit einem sehr einfachen Brenngerät. Die Brennblase musste mit Stroh ausgekleidet werden, damit die Maische nicht anbrennt. "Als sein Sohn Herbert Scheiber den Hof übernahm, wurde nach einiger Zeit im Jahre 1984 ein moderner Wasserbadkessel angeschafft, mit dem wir noch heute brennen. Im Dezember 1999 verunglückte Herbert Scheiber", so Köck. "Streuobstgarten und Brenngerät waren vorhanden und es musste sich einer aus der Familie dem Thema widmen. So begannen wir im Jahr 2000 mit den ersten Brennversuchen."

Qualität im Vordergrund

"Uns ging es nie um die Menge, wir wollten nur Qualität erzeugen." Literatur zu studieren und Weiterbildungen zu besuchen war selbstverständlich.
"Um gutes Destillat zu erzeugen braucht man sehr reifes schönes Obst", betont der Experte. Die Maische wurde mit Reinzuchthefen bei optimaler Temperatur vergoren und je nach Sorte gleich gebrannt. Das Aroma in das Destillat zu bringen und den Mittellauf vom Rest zu trennen war die schwierigste Aufgabe. 2002 kam dann noch der Weinbau dazu.

Zur Sache

Die Ausbildung zum „Kärntner Winzer und Weinkellerwart“ war auch für die Obstverarbeitung sehr hilfreich. 2004 wurde das erste Mal bei der Kärntner Landesbewertung eingereicht um die Qualität gegenüber anderen zu überprüfen.
"Unser Zwetschkenbrand erreichte Silber. Wir waren auf dem richtigen Weg. 2005 wurde die Ausbildung zum Baum- und Kellerwart absolviert und das Jahr darauf gab es das erste Gold bei der Hauszwetschke. Danach ging es Schlag auf Schlag, sodass wir heute nur noch prämierte Produkte anbieten", sagt Gerhard Köck.

Mehr Beiträge im Rahmen unseres Schwerpunktes "Leben mit Wasser"http://www.meinbezirk.at/leben-mit-wasser

Autor:

Isabella Frießnegg aus Feldkirchen

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