Bizarre Briefe aus Gnesau
Windkraftentwickler PÜSPÖK reagiert auf Mutmaßungen

Auf der Schön in der Gemeinde Gnesau wurden Windmessungen sowie Gespräche mit Waldbesitzern durchgeführt. | Foto: Privat
  • Auf der Schön in der Gemeinde Gnesau wurden Windmessungen sowie Gespräche mit Waldbesitzern durchgeführt.
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Zwei Schreiben – viele offene Fragen: In einem anonymen Brief werden Vorwürfe gegenüber einem PÜSPÖK-Mitarbeiter erhoben. Dieser soll auf der Schön den Waldbesitzern die Windkraft schmackhaft machen. Tatsache ist: In Gnesau auf der Schön wurde eine Windmessung durchgeführt. Das bestätigt uns das burgenländische Unternehmen.

GNESAU, KÄRNTEN. Mittlerweile hat die Redaktion von MeinBezirk Kärnten den zweiten Brief erhalten – Absender unbekannt. Darin erhebet der Verfasser schwere Vorwürfe gegenüber einem Mitarbeiter der Firma PÜSPÖK. Bei PÜSPÖK handelt es sich um ein Familienunternehmen aus dem Burgenland, das Energieprojekte in ganz Österreich umsetzt. In Kärnten wird etwa von PÜSPÖK der Windpark Bärofen umgesetzt.

Höchstwahrscheinlich ein Windkraftgegner

Was der Verfasser mit dem Schreiben konkret bezwecken will – darüber kann nur gemutmaßt werden. Allen Anschein nach handelt es sich um einen Windkraftgegner, der befürchtet, dass in Gnesau Windkraftanlagen errichtet werden. Im ersten Schreiben bezeichnet sich der anonyme Briefschreiber als "Grundeigentümer aus Feldkirchen" – belegt wird dies nicht. Ob er/sie Teil der Bürgerinitiative Hochrindl ist, kann nicht erklärt werden. Die Bürgerinitiative warnt vor jedenfalls vor Windkraftanlagen auf der Hochrindl. Diese hat das Aufstellen eines Windmessmastes in Gnesau irritiert.

Potenzialanalysen außerhalb der Windkraftzone

MeinBezirk wollte von PÜSPÖK wissen, wie es zu den Messungen außerhalb der Windkraftzonierungebiete (Anm.: Kärntens Landesregierung hat den Osten als Windkraftzone definiert. Gnesau oder die Hochrindl fallen nicht in dieses Gebiet.) gekommen ist. Das Energieunternehmen aus dem Burgenland bestätigt uns schriftlich, dass es technische Vorprüfungen gegeben habe. Diese sollten Aufschluss darüber geben, ob "Flächen innerhalb der Gemeinde ein theoretisches Potenzial für Windkraftnutzung aufweisen könnten. Im Zuge üblicher Projektentwicklungsprozesse werden auf dieser Basis auch Gespräche mit Grundeigentümern geführt." Im selben Atemzug bestätigt PÜSPÖK, dass Gnesau nicht in die Windkraftzonierung fällt. Warum werden dann dennoch Untersuchungen durchgeführt? "Die Identifikation und Entwicklung von Potenzialflächen ist ein langfristiger und dynamischer Prozess, der sich über viele Jahre erstrecken kann."

"Beitrag zur Energiewende"

Abschließend stellt das Unternehmen fest: "PÜSPÖK bekennt sich klar zum Standort Kärnten und verfolgt das Ziel, einen substanziellen Beitrag zur regionalen Energiewende und zur Unabhängigkeit Kärntens von fossilen Energieimporten zu leisten. Die Entwicklung von Projekten im Bereich erneuerbarer Energien erfolgt dabei stets schrittweise und in enger Abstimmung mit relevanten Stakeholdern wie Gemeinden und Grundeigentümern."

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