Mutter-Kind-Wohnen in Seekirchen
Für einen sicheren Start ins Familienleben
- Oberste Prämisse des Mutter-Kind-Wohnen ist es, Kindern einen guten Start in das Leben zu ermöglichen.
- Foto: SOS-Kinderdorf
- hochgeladen von Simon Haslauer
Seit zehn Jahren begleitet das Mutter-Kind-Wohnen in Seekirchen Frauen und Kinder in herausfordernden Lebenssituationen. Zum Jubiläum blickt die Einrichtung auf das Erreichte zurück – und mit sanierten Wohnungen in die Zukunft.
SEEKIRCHEN. Vor zehn Jahren wurde das Mutter-Kind-Wohnen (MuKi) vom SOS-Kinderdorf im Auftrag des Landes Salzburg ins Leben gerufen. 2016 handelte es sich um ein absolutes Vorreiterprojekt; „so etwas gab es bis dahin in Salzburg nicht“, weiß Wolfgang Arming, Standortleiter des SOS-Kinderdorfs in Seekirchen.
Heute zeigt sich in der Auslastung und Anzahl der betreuten Mütter und Kinder: Das Angebot wird gebraucht. Seit 2016 wurden in Seekirchen insgesamt 78 Babys und Kleinkinder mit ihren Müttern betreut. Insbesondere die familiäre Präventivarbeit ist laut Sozial-Landesrat Wolfgang Fürweger ein wesentlicher Baustein, um Familien zu stärken und Kindern einen sicheren Start ins Leben zu ermöglichen.
„Hier werden Mütter und Kinder frühzeitig unterstützt, damit Familien stabilisiert, Kinder geschützt und Mütter auf dem Weg in ein selbstständiges Leben bestärkt werden.“
Wolfgang Fürweger, Landesrat für Soziales
In der Regel sieht das Betreuungskonzept des SOS-Kinderdorfs eine begrenzte Betreuung für Mütter und Kinder über ein Jahr vor. Dabei wird auf jede Mutter und jedes Kind ein individueller und klar definierter Betreuungsplan angewendet. Zusätzlich hat jede Mutter eine sogenannte Bezugsbetreuerin, welche die individuelle Situation der Klientin im Blick hat und wöchentliche Gespräche mit der Mutter führt.
- Von links: Wolfgang Arming, SOS-Kinderdorf Standortleiter Salzburg; Konrad Pieringer, Bürgermeister Seekirchen; Theresa Kolm, SOS-Kinderdorf Sozialpädagogin Mutter-Kind-Wohnen; Wolfgang Fürweger, Soziallandesrat.
- Foto: SOS-Kinderdorf
- hochgeladen von Simon Haslauer
Fokus stets auf Kindeswohl
Sechs Klein-Wohnungen sowie eine Reservewohnung stehen den Klientinnen im „MuKi“ in Seekirchen zur Verfügung. Damit die Frauen die optimale Versorgung vor und nach der Geburt erleben, arbeitet das SOS-Kinderdorf zudem eng mit Ärzten, Hebammen und Psychologen zusammen.
Die Mütter werden einerseits im Alltag bei der Kinderversorgung oder bei der Haushaltsführung unterstützt und in ihren erzieherischen Kompetenzen gestärkt. Zeitgleich wird auch mit den Vätern oder anderen Bezugspersonen gearbeitet. Sie dürfen die Mütter im Haus besuchen und werden bei Besuchskontakten unterstützt. Sozialpädagogin Theresa Kolm fasst zusammen:
„Klientinnen erhalten bei uns die Möglichkeit, in die Rolle einer Mutter hineinzuwachsen. Wir freuen uns gemeinsam über jeden kleinen Schritt.“
Theresa Kolm, Sozialpädagogin im SOS-Kinderdorf Seekirchen
Neue Perspektiven in sanierten Wohnungen
Seit nunmehr zehn Jahren ist das Mutter-Kind-Wohnen im SOS-Kinderdorf Generationenhaus in der Seebadstraße in Seekirchen beheimatet. Zum aktuellen Jubiläum freuen sich die Verantwortlichen nicht nur über die Erfolge der Vergangenheit, sondern auch über Möglichkeiten in der Zukunft.
So erstrahlen die Wohnungen im Wohnhaus in Seekirchen zum Jubiläum etwa in neuem Glanz. Die Inneneinrichtung des ehemaligen Generationenhauses von SOS-Kinderdorf war in die Jahre gekommen. „Deshalb mussten unter anderem neue Wasserleitungen sowie eine zentrale Warmwasser-Aufbereitung installiert werden. Insgesamt zehn Wohnungen haben im Zuge der Innensanierung zudem neue Küchen und Badezimmer erhalten“, so eine Sprecherin von SOS-Kinderdorf.
Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass das Mutter-Kind-Wohnen auch in den kommenden zehn Jahren ein geschützter Ort bleibt, an dem Mütter neue Perspektiven entwickeln und Kinder sicher ins Leben starten können.
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