Streckenweise Zusammenarbeit
Gemeinsam für grenzenlose Bahn

Fünf länderübergreifende Verkehrsinitiativen haben sich zusammen getan und wollen Lösungen aufzeigen.
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Die Verkehrsinitiativen aus dem Salzburger und dem bayerischen Raum arbeiten zusammen, damit ein sinnvoller, grenzüberschreitender öffentlicher Verkehr möglich wird.

SALZBURG, FLACHGAU (kle). "Wir sind da, weil die öffentlichen Verkehrsplaner ihre Arbeit nicht richtig machen", so Richard Fuchs vom Verein "Die Rote Elektrische". Mit "wir" meint er die fünf Verkehrsinitiativen in und im 50 Kilometer-Umkreis von Salzburg, die gemeinsam dem öffentlichen Verkehr auf die Sprünge helfen wollen. "Salzburg hat eine sehr spezielle Lage, da kann man nicht nur in Länder- und Bundesdimensionen denken, was den öffentlichen Verkehr anbelangt", so Fuchs weiter. 



1,5 Millionen Menschen

Im Zentralraum um Salzburg leben über 1,5 Millionen Menschen, die die Stadt verkehrsmäßig erreichen wollen. Und weil in Salzburg im Bereich öffentlicher Verkehr "besonders wenig passiert, organisieren sich hier besonders viele Menschen", so der Tenor der Verkehrsinitiativen. Und in der Tat: In den letzten Jahrzehnten wurden lokale Bahnen, wie etwa die Ischlerbahn oder die Linie über Anif, Grödig bis an den Königssee eingestellt, weil man auf den Individualverkehr setzte. Diese Lokalbahnen wollen die Verkehrsinitiativen wiederbeleben und in eine Regional-Stadtbahn integrieren. Für den Stadtverkehr könnte auch die Stiegl-Bahn in das Konzept miteingebunden werden. "Salzburg braucht dies nicht nur für die Pendler, sondern auch für die Touristen. Sie könnten auch zur Wirtschaftlichkeit mancher Linien beitragen", verweist Peter Kemptner vom Club Salzkammergut-Lokalbahn auf die vielen asiatischen Gäste, die von Salzburg aus nach Hallstatt oder an den Königssee strömen.

Einzugsbereich wächst

Aufgrund stark steigender Wohnpreise pendeln immer mehr Arbeitnehmer aus Oberösterreich oder Bayern nach Salzburg. "Dem gehört Rechnung getragen. Man muss 50.000 Autofahrten täglich aus der Stadt Salzburg wegkriegen. Das funktioniert nur über die Schiene", so Fuchs.

Kompetenz aneignen

Die fünf Initiativen, die aus der Region für die Region entstanden, wollen mit ihrer Zusammenarbeit länder- und staatsübergreifende Verkehrskonzepte verwirklichen helfen. Mit Landesrat Stefan Schnöll sei man gut im Gespräch, Bürgermeister Harald Preuner verwies die Bahnkämpfer auf den neuen Projektleiter Stefan Knittl, der in den nächsten Jahren als Geschäftsführer die Planung und Projektierung der Infrastruktur des schienengebundenen öffentlichen Personennah- und -regionalverkehrs in der Stadt Salzburg und deren Einzugsgebiet erarbeiten wird. "Mit ihm ist endlich wer betraut, der vom Fach kommt", hofft Fuchs auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

Fünf länderübergreifende Verkehrsinitiativen haben sich zusammen getan und wollen Lösungen aufzeigen.
So könnte das Regional-Stadtbahnnetz aussehen.
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