Wozu eigentlich Bio?

Bio Familienfest der Salzburger Agrarmarketing in Seeham
Foto: Franz Neumayr     28.5.2006
Kühe, Bauernhof, Landwirtschaft, Agrar, Futter, Stallung
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  • Bio Familienfest der Salzburger Agrarmarketing in Seeham
    Foto: Franz Neumayr 28.5.2006
    Kühe, Bauernhof, Landwirtschaft, Agrar, Futter, Stallung
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SEEHAM (lin). Klar, biologisch wirtschaften bedeutet für den Bauern mehr Arbeit. Das gilt natürlich auch für die Milch - bzw. Heubauern. "Ein konventioneller Bauer mäht die Wiesen drei- bis fünfmal im Jahr", sagt Andreas Schwaighofer, Geschaäftsführer von Bio-Austria Salzburg. "Alle Flächen gleich oft und gleich tief, auch gedüngt wird in der regel nach Schema F".

Der Unterschied beim Gras

Der Biobauer mäht selterner und jede Wiese anders. Manche Flächen nur ein oder zweimal, und dabei lässt er das Gras unterschiedlich lang stehen. Das bedeutet zuerst einmal weniger Futter. Aber auf diese Weise gewinnt er unterschiedliche Qualitäten, die zu den Tieren passen. Denn alte Milchkühe brauchen ganz anderes Futter, als z.B. Jungtiere. Insgesamt entwickeln sich die Tiere, die zudem im Stall frei herumlaufen dürfen und wesentlich öfter auf die Weide gelassen werden, deutlich besser. "Das wiederum verbessert den Ertrag, sodass dem Biobauern am Ende des Tages mehr Geld im Börsel bleibt." Ganz zu schweigen von den vielen Arten von Gräsern, die durch das permanente Kurz-Mähen von den Wiesen ganz verschwinden.

Porsche unterstützt Bio

Peter Daniell Porsche, der Freidenker aus der Sportwagendynastie, sagte zu den Bezirksblättern, es sei allerhöchste Zeit umzudenken. Für die Landwirtschaft genauso wie für viele andere Gesellschaftsbereiche. "Es geht um Achtsamkeit für das gesamte System, in dem wir leben. Zerstören für ein paar Euro mehr geht so leicht, aber rückgängig gemacht werden kann das nicht mehr. Und man muss dran bleiben." Immerhin seien im Weltmeister Land Salzburg mit seinen 50 Prozenz Biobauern, die anderen 50 Prozent noch keine Biobauern.

Regionalität als Verkaufstrick

"Biobutter aus Nordeutschland macht wenig Sinn", sagt Porsche. Aber bloß regionale Produkte noch weniger. Man weiß ja, wie viele Chemikalien auf östereichbischen Feldern landen. Einzig richtig sind daher, wann immer möglich, biologische Nahrungsmittel aus der Umgebung".

Ideales Projekt Bio-Heu-Region

In dieser Vereinigung im Großraum Trumerseen produzieren 240 Biobauern aus 27 Gemeinden erstklassiges Heu. Das wird von Robert Rosenstatter raffiniert vermarktet zu 1a Schokolade oder hochwertigen Büchern über das nachhaltige Wirtschaften. Das aktuellste der Reihe "Die Kunst zu leben" wurde von Porsche finanziert. Der sagte: "Dieses Buch möge in viele Köpfe und in in viele Herzen finden."

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