30.08.2016, 09:26 Uhr

Früh übt, wer ein Meister sein will

Früh übt, wer ein Meister werden will: ein Instrument zu lernen verlangt viel Konsequenz. (Foto: LMZ Neumayr/Leo)

Ein Musikinstrument zu lernen, verlangt viel Disziplin und Dranbleiben von den Schülern.

SEEKIRCHEN (eve). Nicht viele beherschen es, aber viele würden es gerne können. Die Rede ist vom Musizieren. Zum Schulbeginn stellt sich vielen Familien die Frage, welche Vorteile hat mein Kind davon, ein Musikinstrument zu lernen? "Kinder lernen extrem viel dabei", sagt Harald Sowa, Direktor des Musikum Seekirchen. Auch wenn bereits nach zwei Jahren das Instrument wieder im Regal verschwinden sollte, wird ein großer Mehrwert bleiben, meint der Experte und beruft sich dabei auf die Hirnforschung, die zeigt, dass die Fähigkeit ein Instrument zu spielen, Gehirnareale besser vernetzt. Außerdem würden Kinder durch das Entdecken der eigenen Stärken mehr Motivation und Selbstbewusstsein schöpfen. Auch für die Matura soll der Unterricht in der Musikschule von Vorteil sein: "Ein Musikschüler ist gewohnt vor einem Publikum zu stehen und über seinen eigenen Schatten zu springen" so Sowa.
Das Beherrschen eines Instruments verlangt aber vor allem Konsequenz. Ein großer Anteil des Musikunterrichts ist das Üben. Dabei spielt auch der Lehrer eine große Rolle, der anhand von Übungen dem eifrigen Schüler das gewünschte Erfolgserlebnis verschaffen kann.

Blockflöte als Einstiegsmodell

Beim Musikum wird Einzeln, zu zweit oder in der Gruppe unterrichtet – je nach individueller Lernfähigkeit. Bei Schnupperwochen und der jährlichen Veranstaltung "Instrumentenkarussel" können sich Musik-interessierte Kinder ein besseres Bild von den Instrumenten verschaffen, sich beraten lassen und ausprobieren ob es wirklich zu ihnen passt. Am beliebtesten ist am Musikum die Gitarre, dicht gefolgt vom Klavier, dann kommt erst die Blockflöte, die noch immer als beliebtes "Einsteigermodell" gehandhabt wird und der Violine. Auch das Schlagzeug erfreut sich großer Beliebtheit. Während anfangs die Basis aufgebaut wird und die Grundlagen vermittelt werden, können sich die Kinder später entscheiden, in welche Richtung sie gehen wollen. Während sich die einen auf Jazz oder Rock spezialisieren, bleiben die anderen im klassischen Bereich. Auch beim Gesang kann in verschiedene Ausprägungen weitergemacht werden, dabei wäre es aber wichtig, dass ein Experte entscheidet, wann eine junge Stimme vollends belastet werden kann und wann sie noch im Chor bleiben sollte. Auch für Erwachsene gilt: "Ich kann ein Leben lang lernen. Gerade kürzlich habe ich einen 65jährigen Zahnarzt kennengelernt, der jetzt noch Trompete gelernt hat" meint Sowa. Generell aber empfiehlt er so bald wie möglich mit dem musizieren zu beginnen.
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