25.01.2012, 00:00 Uhr

Was nichts kostet, soll viel wert sein?

Der Fachkräftemangel droht über das Land herein zu brechen. Immer weniger Menschen interessieren sich für eine fundierte Ausbildung und gehen lieber kurze Ausbildungswege, arbeiten gelegentlich und freiberuflich oder verzichten überhaupt auf Ausbildung. Eigentlich kein Wunder, denn viele gut geschulte, erfahrene und verlässliche Mitarbeiter bekommen jahrelang Gehälter, für die noch vor einigen Jahren weder Studenten noch Schüler als Aushilfen/Praktikanten gearbeitet hätten. Die Mindestsicherung ist als so manche 40-Stunden-Entlohnung. Begabungen werden unter Wert gekauft und scheinen in Relation zu Lohnkosten keine besonders große Rolle zu spielen. Hauptsache viel Gewinn und wenig Ausgaben. Und wer nicht spurt, wird ersetzt. Ausbildung und Talent können vielleicht kurzzeitig durch Billigarbeitskräfte ersetzt werden. Aber Lohn-Dumping stärkt die Wirtschaft auf Dauer ganz bestimmt nicht.
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