Rotes Kreuz zieht Bilanz
212.000 Stunden – ein Feuerwerk an Freiwilligkeit
- Ein Höhepunkt des Rotkreuz-Jahres 2025 war die Gründung der Ortsstelle in St. Leonhard am 26. November.
- Foto: OÖRK
- hochgeladen von Roland Wolf
Im Roten Kreuz wurden im Jahr 2025 bezirksweit 212.000 freiwillige Stunden geleistet, das ist ein Plus von fünf Prozent gegenüber 2024. Heuer stehen die Gründung einer Ortsstelle in Leopoldschlag und der Neubau der Ortsstelle in Bad Zell auf dem Programm.
BEZIRK FREISTADT. „Die Anzahl der freiwillig geleisteten Stunden ist 2025 auf 212.000 gestiegen“, bilanziert Rotkreuz-Bezirksstellenleiterin Andrea Wildberger. Das Spektrum der Leistungen erstreckt sich vom Rettungsdienst über das Jugendrotkreuz bis zu den Gesundheits- und sozialen Diensten. „Dieses Engagement ist beeindruckend und wir benötigen es auch, um den großen ,Demografieberg', der auf uns zukommt, bewältigen zu können.“ Die Bezirkshauptfrau will das Ehrenamt überhaupt neu denken und für alle Menschen zugänglich machen. „Man kann auch mit einem kleinen Stundenausmaß Großes leisten“, ist sie überzeugt. „Es sollte für jede und jeden möglich sein, sich ein bis zwei Stunden pro Woche freiwillig zu engagieren.“ Bestes Beispiel sei für sie die Aktion „Essen auf Rädern“, die das Rote Kreuz seit Juli 2025 in Leopoldschlag und Rainbach auf Ehrenamtsbasis durchführt.
Leopoldschlag folgt St. Leonhard
Einer der Höhepunkte im abgelaufenen Jahr war die Errichtung der nicht-krankenwagenführenden Ortsstelle in St. Leonhard. Ein zentraler Beweggrund für die Gründung war die großartige Jugendrotkreuzgruppe, die mittlerweile 45 Kinder und Jugendliche umfasst. Darüber hinaus wurde in St. Leonhard ein First-Responder-System aufgebaut. Damit ist es möglich, im Ernstfall schnell und professionell Hilfe zu leisten – ein Sicherheitsgewinn für die Bevölkerung und eine Weiterentwicklung der örtlichen Rotkreuz-Strukturen. Wildberger verkündet voller Freude, dass es auch heuer zu einer Ortsstellengründung kommen werde, und zwar in Leopoldschlag: „Es ist wichtig, dass wir auch im Norden des Bezirks Freistadt sichtbar werden."
549 Mitarbeiter im Rettungsdienst
Das Kerngeschäft des Roten Kreuzes ist der Rettungsdienst. „Rund um die Uhr sorgen 549 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die rettungsdienstliche Versorgung im Bezirk Freistadt“, sagt Bezirksgeschäftsleiter Gerald Roth. „Sie engagieren sich freiwillig, hauptberuflich, im Zivildienst, als Berufsfindungspraktikanten oder im freiwilligen Sozialjahr“. Neben der medizinischen Erstversorgung übernehmen sie auch die sanitätsdienstliche Betreuung bei Veranstaltungen, Sportevents oder Festen.
Gerüstet für Schadensereignisse
„Das Rote Kreuz im Bezirk Freistadt ist auch für große Schadensereignisse, Pandemien und Großambulanzen materiell und personell bestens gerüstet“, versichert Roth. Viele Mitarbeiter verfügen über Spezialausbildungen, und sie werden laufend für den Ernstfall geschult. Die nächste große Bezirksübung findet am 11. April in einem Sägewerk in Unterweißenbach statt. An ihr werden etwa 200 Einsatzkräfte teilnehmen.
Neubau in Bad Zell
2026 wird nicht nur eine neue Ortsstelle gegründet, sondern auch eine bestehende neu errichtet. Der Spatenstich in der Linzer Straße 39 in Bad Zell erfolgt voraussichtlich im Mai, der Baubeginn spätestens im September. Von den Baukosten, die sich auf 4,1 Millionen Euro belaufen, muss das Rote Kreuz 1,2 Millionen Euro selbst stemmen.
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