Borkenkäfer
Befall im Bezirk Freistadt derzeit unter Kontrolle
- Der Borkenkäfer bohrt sich gern in lagerndes Holz ein.
- Foto: LWK OÖ
- hochgeladen von Roland Wolf
Der Bezirk Freistadt hat das Käferjahr halbwegs gut überstanden, sagt Forstberater Günter Affenzeller von der Bezirksbauernkammer Freistadt/Perg. Er bittet aber Waldbesitzer weiterhin um Achtsamkeit.
BEZIRK FREISTADT. „Hohe Temperaturen, anhaltende Trockenheit – die Gefahr durch den Borkenkäfer ist derzeit besonders groß“, heißt es in einer Aussendung des Landes Oberösterreich. Für den Bezirk Freistadt gibt Günter Affenzeller, Forstberater bei der Bezirksbauernkammer Freistadt/Perg, vorsichtige Entwarnung: „In Summe haben wir die Käfergefahr halbwegs gut überstanden. Die Lage ist relativ ruhig.“ Dass bislang größere Kalamitäten ausblieben, führt Affenzeller unter anderem auf das feuchte Jahr 2025 zurück. „Dadurch war die Ausgangspopulation für heuer sehr gering.“ Dazu beigetragen haben auch die vergleichsweise niedrigen Schadenereignisse durch Windwurf sowie Schnee- und Eisbruch in den Vorjahren. „Und natürlich liegt die gute Entwicklung auch daran, dass die Waldbesitzer die Waldhygiene konsequent einhalten.“ Denn der Käfer mag nichts mehr als Schadholz, das längere Zeit herumliegt.
Regelmäßige Kontrollen
Dennoch dürfe die erfreuliche Entwicklung nicht über die aktuelle Gefahrenlage hinwegtäuschen. „Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der bevorstehenden zweiten Käfergeneration bleibt die Situation äußerst angespannt und kann sich innerhalb kurzer Zeit wieder verschärfen“, sagt Agrar- und Forstlandesrätin Michaela Langer-Weninger. Für Waldbesitzer sind regelmäßige Kontrollen wichtiger denn je. „Wer einen Befall früh erkennt und betroffene Bäume rasch entfernt, kann verhindern, dass sich die Käfer weiter vermehren und gesunde Waldbestände befallen“, betont Langer-Weninger.
Käferfalle in Oberrauchenödt
Ein bedeutendes Hilfsmittel ist das Borkenkäfer-Monitoring. Das Bundesforschungszentrum für Wald betreibt dieses gemeinsam mit den Landesforstdiensten und den Landwirtschaftskammern. An zahlreichen Standorten – wie etwa in Oberrauchenödt (Grünbach) – werden Käferfallen ausgewertet, um die aktuelle Flugaktivität und die Entwicklung der wichtigsten Borkenkäferarten zu beobachten.
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