Humoristen-Treff
Charly Kaar lud Ex-Kollegen zum Stammtisch in Pregarten
- Humoristen-Sextett (von links): Pepi Hirt (Traun), Johann Würleitner (Steyr), Charly Kaar (Pregarten), Wolfgang Atzmüller (Asten), Johann "Maculan" Wieser (Wallsee-Sindelburg, NÖ) und Sepp Ackerl (Bad Hall).
- Foto: MeinBezirk/Roland Wolf
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Humoristen-Legende Charly Kaar aus Pregarten hat heute, Donnerstag, 16. April, zum dritten Humoristen-Stammtisch im Gasthaus Haslinger geladen. Beim Plaudern über frühere Zeiten blieb kein Auge trocken.
PREGARTEN. Charly Kaar ist von einer Krankheit gezeichnet. Seine Stimme ist bei Weitem nicht mehr so laut wie in den 42 Jahren seiner Karriere als Humorist, die von 1978 bis 2020 dauerte. Doch auch leise versteht er es, seine Freunde und Ex-Kollegen bestens zu unterhalten. Die Witze sind zwar – wie früher – nicht immer jugendfrei, aber manche haben echt großes Potenzial. In seiner Laufbahn trat der 71-Jährige bei Zeltfesten, Messen und Frühschoppen in ganz Österreich auf. Es verschlug ihn auch mehrfach nach Bayern und sogar zum Hamburger Dom – ein riesiges Volksfest am Heiligengeistfeld, gleich neben der Heimstätte des bekannten Fußballvereins FC St. Pauli.
„Schlecht verdient habe ich nicht“
Leben konnte Kaar von den Einnahmen aus seinem Hobby natürlich nicht. Er arbeitete in der Getränkeabteilung beim Interspar in Linz. „Aber schlecht verdient habe ich auch nicht“, sagt der Pregartner. Nach einem Wochenende fuhr er oft mit 5.000 Schilling nach Hause. Kein schlechtes Geld in den 1980er-Jahren. 1988 war sein absolutes Rekordjahr: Er moderierte 120 Veranstaltungen. „Da ging jedes Wochenende und jeder Urlaub drauf“, erinnert er sich zurück. Auch Fußballfans ist Charly Kaar ein Begriff – er war als Platzsprecher für die Askö Pregarten, die Union Pregarten und die Union Unterweitersdorf im Einsatz.
Zweimal beim Oktoberfest in Miami
Weil Charly Kaar ein geselliger Typ ist, hat er vor zwei Jahren erstmals zu einem Stammtisch im Gasthaus Haslinger in Pregarten gebeten. Geladen waren Kollegen und Ex-Kollegen. Wie etwa Pepi Hirt (77) aus Traun. Er war mit 15 Jahren einst Österreichs jüngster Humorist. Auch er kennt die Bühnen dieser Welt. Und bei ihm ist „Welt“ wirklich nicht übertrieben. Immerhin gastierte er zweimal beim Oktoberfest in Miami (USA). Lange Zeit war Hirt mit den Ennstaler Spitzbuam unterwegs. Als sich diese Formation 1994 auflöste, bedienten sich die Tiroler Spatzen, die Wahnsinns 5 und die Linzer Buam seines Humors.
Der zauberhafte Maculan
Johann Wieser ist die nächste Legende, die Charly Kaars Einladung Folge leistete. Sein Metier ist die Magie. Als „Maculan“ verzaubert er bereits seit den 1960er-Jahren. Bei seinen Auftritten in Österreich und Deutschland lernte er verschiedene Musikgruppen kennen. Und so kam es, dass er unter anderem mit den Kogler Buam, dem Stoagkogler Trio oder den Fidelen Lavanttalern auf Tournee ging. Der Niederösterreicher aus Wallsee-Sindelburg (Bezirk Amstetten) hat aber auch großes humoristisches Talent. „Das habe ich von meinem Großvater geerbt“, sagt er. Bei seinen Auftritten kombiniert er deswegen beide Metiers. Noch heute ist er aktiv: Er zaubert vor Kindern, Erwachsenen und Senioren.
Auftritt im Musikantenstadl
„Leute wie Pepi Hirt waren immer Vorbilder von mir“, sagt Johann „Würli“ Würleitner. Der Steyrer ist mit seinen 63 Jahren das Küken in der Runde. 17 Jahre stand er auf der Bühne. „Ich habe vor zehn Zuschauern gespielt, aber auch vor 2.000.“ Auf Tour ging er unter anderem mit dem Stodertaler Gaudiexpress und den Berglandflitzern. Höhepunkt in seiner Karriere war der Auftritt im Musikantenstadl 2003 in Dornbirn.
Der Discobauer aus Asten
Mittendrin in der Humoristenlaufbahn steckt Wolfgang Atzmüller (66) aus Asten. Der „Discobauer“ zieht seine Show auch heute noch bei Firmenfeiern, Polterabenden oder Hochzeiten ab. „Und überall dort, wo es noch lustig sein soll: bei Kläranlageneröffnungen oder Scheidungen zum Beispiel“, scherzt Atzmüller. Der ehemalige Straßenbahnfahrer bei den Linz Linien ist seit 1979 als Humorist im Geschäft. Zehn Jahre lang war er mit den Mühlviertler Spitzbuam unterwegs, später mit Sakradi und jetzt mit den Dorfheiligen.
Dreifacher „Gaudimax“-Sieger
Last but not least gesellt sich Sepp Ackerl zur illustren Runde. Er wollte eigentlich nie Humorist werden. Bei ihm hat es sich irgendwie einfach ergeben. Der Landwirt und Gemeinderat aus Bad Hall gewann gleich dreimal den von Harry Prünster (Österreich) und Gerd Rubenbauer (Deutschland) moderierten „Gaudimax“-Wettbewerb – und zwar in beiden Ländern. Noch heute tritt er mit seinem Kollegen Karl Baumgartner als „Jacqueline & Resi“ auf.
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